Angst, Furcht, Panik aus dem „nichts“ heraus

Furcht ist ein normales Gefühl, das Menschen empfinden, wenn sie in einer bedrohlichen Situation sind. Die evolutionäre Idee hinter der Furcht ist, dass die betroffene Person die bedrohliche Situation erkennt und sich entsprechend verhält – üblicherweise indem sie die Flucht antritt. Bei manchen Menschen wird jedoch eine Angst auf irrationale Weise von bestimmten Objekten oder Situationen ausgelöst. In solchen Fällen spricht man von Angststörungen.

Unterschiede zwischen Angst und Furcht

Angst, Furcht, Panik aus dem "nichts" heraus

Entsprechend der Internationalen statistischen Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme (ICD), die die Weltgesundheitsorganisation WHO festgelegt hat, kann man nicht pauschal von einer Angsterkrankung sprechen. Vielmehr gibt es verschiedene Formen. Eine davon ist etwa die Agoraphobie, die im Alltag oft als Platzangst bezeichnet wird. Leidet man darunter, dann hat man Angst, wenn man sich auf weiten Plätzen oder in der Gesellschaft vieler Menschen befindet. Eine andere Angststörung ist laut ICD die soziale Phobie, bei der man sich davor fürchtet, in größerer Gesellschaft im Mittelpunkt zu stehen oder sich eine Peinlichkeit zu leisten. Unter spezifischen Phobien fasst die WHO Ängste zusammen, die durch bestimmte Situationen, Gegenstände oder Tiere ausgelöst werden. Zu nennen wären hierbei unter anderem Ängste vor Spinnen, vor Höhe, vor Wasser oder vor dem Anblick von Blut.

Die Angst

Angst ist ein Zustand, bei dem wir ein Gefühl der Anspannung spüren. Beispielsweise, wenn wir an eine fiktive Bedrohung denken, der wir ausgeliefert sein könnten. Bei der Angst dauern die Angstsymptome und damit verbunden körperlichen Reaktion länger an, sind jedoch tendenziell weniger intensiv als bei der Furcht. Die Reaktionen von Angst sind ein Zustand ständiger Anspannung und Wachsamkeit. Bei der Furcht wird eine Alarmreaktion ausgelöst.

Die Furcht

Bei der Furcht handelt es sich um eine reale Bedrohung, die im Affekt wahrgenommen wird (zB. Blick auf eine Schlange) und löst eine sehr intensive emotionale Reaktion hervor. Die Reaktion ist notwendig und begründbar. Sie wird häufig auch als Realangst bezeichnet. Die Furcht ist also gekoppelt an eine tatsächliche Bedrohung, die jetzt passiert und erklärbar ist. Die Reaktionen der Furcht tritt sehr schnell und kurzfristig auf und kann im Normalfall, sobald die Bedrohung vorüber ist, genauso schnell wieder abklingen

Damit eine Angsterkrankung als solche erkannt werden kann, muss die betroffene Person zunächst ärztlich untersucht werden. Denn Angstsymptome wie Herzrasen und Atemnot können auch Anzeichen für eine andere Krankheit sein. Ist die Angststörung diagnostiziert, dann folgt erst ein klärendes Gespräch mit einem Psychotherapeuten und anschließend eine Behandlung. Eine Möglichkeit dafür ist etwa die Reizkonfrontation, bei der der Patient dem Auslöser seiner Furcht ausgesetzt wird. Dies geschieht üblicherweise mit gesteigerter Intensität, bis sich der Patient an den Auslöser seiner Ängste gewohnt hat. Andere Möglichkeiten der Behandlung sind tiefenpsychologische Sitzungen und die Gabe von Medikamenten. Angststörungen sind ein relativ verbreitetes Krankheitsbild, allerdings suchen längst nicht alle Betroffenen ärztliche oder psychologische Hilfe. Man geht davon aus, dass der Anteil der betroffenen Personen bei bis zu 13 Prozent liegt. Bemerkenswert ist, dass etwa doppelt so viele Frauen wie Männer unter Angststörungen leiden.

Häufig berichten Burnout-Patienten davon, bereits in einem sehr frühen Burnout-Stadium an Ängsten gelitten zu haben, die sich schrittweise bis zur generalisierten Angst (die Angst vor der Angst) verstärkte.

Hilfe bei Ängsten, Burnout & Erschöpfung

Angststörungen können wirksam durch Psychotherapie behandelt werden. Wichtig hierbei, angstauslösende Situationen nicht grundsätzlich zu vermeiden, sondern sich ihnen zu stellen.

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