Angst in der Coronakrise

Wenn Kampf und Flucht zum Alltag werden. Die Corona-Pandemie hat viele Gesichter, doch zuvorderst trägt sie die Maske der Angst (von lateinisch angustiae = Enge, Mangel, Not, Qual). Seit nunmehr eineinhalb Jahren stehen Krankheit, Leid und Sterben medial im Fokus. Das Coronavirus berührt uns alle in irgendeiner Form. Denn es bringt in uns Ängste zum Vorschein, die wir mit allen Lebewesen teilen: Die Angst vor unserem eigenen Tod. Wir alle werden zuweilen krank und müssen eines Tages sterben.

Physiologie der Angst

Angst kommt von Enge

Jede Angst, unabhängig davon, wovor wir sie hegen, löst in unserem Körper dieselbe Reaktion aus: Die Aktivierung der sogenannten Stress- Achse. Wir haben in unserem Gehirn ein „Angstzentrum“, welches durch beliebige Stressoren aktiviert werden kann. Über das Nervensystem werden Adrenalin und Noradrenalin sowie das Stresshormon Cortisol ausgeschüttet. Der Herzschlag und die Atmung beschleunigen sich, die Muskeln spannen sich an: Wir kommen in den „Kampf oder Flucht- Modus“. Im Angesicht akuter Bedrohung ist dieser Zustand erhöhter Wachsamkeit und Leistungsfähigkeit durchaus sinnvoll, für den Alltag ist sie hinderlich und meist lähmend. Doch letztlich sind alle Angstzustände eine physiologische Reaktion, um das eigene Überleben zu sichern. Die grundlegendste aller Ängste ist somit die Angst vor dem Sterben.

Ängste und deren Auslöser

Da unser modernes Leben sehr komplex ist, gibt es unzählige Faktoren, die direkt oder indirekt unser Überleben in der Gemeinschaft bedrohen und daher Angst in uns auslösen.
Dies sind, in Bezug auf die Coronakrise, beispielsweise die Angst, persönliche Freiheiten oder den Job zu verlieren, Angst vor Isolation, vor Meinungsverschiedenheiten, vor anderen Menschen oder davor, aus dem Haus zu gehen. Die Liste könnte endlos weitergeführt werden. Dazu kommen die ganz alltäglichen kleinen Ängste und Sorgen, die wir mit uns herumtragen. Für Menschen, welche Angstzustände schon vorher erlebten, können die Ängste, die durch Corona zusätzlich ausgelöst werden, das Fass zum Überlaufen bringen.

Studien aus diversen Ländern haben gezeigt, dass viele Menschen aufgrund der Corona-Pandemie Angstzustände erleben. Siehe beispielsweise:

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/33667763/
https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/32466251/
https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/32450409/
https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/32987222/

Jeder Mensch hat zuweilen Angst. Doch wenn die Angstzustände zu ständigen Begleitern werden, ist das nicht nur lähmend sondern auch extrem anstrengend und energieraubend. Der Körper ist ständig im Stressmodus und arbeitet auf Hochtouren.

Angst als Warnsignal von Burnout

Es ist also nicht verwunderlich, dass Angststörungen häufige Begleiterscheinungen eines Burnout-Syndroms sind. Es kann durch Überlastung oder Überforderung in allen Lebensbereichen ausgelöst werden. Menschen, die darunter leiden, fühlen sich dem Alltag nicht mehr gewachsen und befinden sich in einem Zustand grosser Erschöpfung.

Das Coronavirus berührt uns alle in irgendeiner Form. Ob drohender Jobverlust, finanzielle Probleme, Betreuung der Kinder zu Hause, Homeoffice, Quarantäne und nicht zuletzt die Ungewissheit, wie sich die Pandemie entwickeln wird: All diese Stressfaktoren können zur Entstehung von Angststörungen und Burnout beitragen.

Besonders in dieser Zeit ist es also wichtig, gut zu sich selbst zu schauen und potentielle Stressoren ausfindig zu machen und zu bearbeiten. Durch die Krise müssen wir so oder so, aber bei guter mentaler Gesundheit ist es bedeutend einfacher.

Reden hilft

Professionelle Hilfe nimmt Angst den Schrecken. Ein Gespräch (Beratung oder Coaching) unterstützt Sie dabei Ihre Gedanken zu „ordnen“. Das benennen der Ängste entlastet sehr und führt Sie Schritt für Schritt heraus aus der Enge.

  • Leiden Sie an übermäßiger Angst und immer wiederkehrenden Angstzuständen die Sie in vielen Lebensbereichen einschränkt?
  • Möchten Sie wieder die Kontrolle über sich und Ihr Leben zurückerhalten und endlich wieder Gelassenheit und Leichtigkeit verspüren?
  • Sind Sie offen für Veränderungen in Ihrem Leben und nehmen Sie sich gerne die dafür nötige Zeit?

Sie erreichen mich via Telefon oder per Kontaktformular für ein kostenfreies, telefonisches Erstgespräch. Ich freue mich darauf Sie kennenzulernen!

Manfred Jessner, Ihr Lifecoach in Wien

5/5 - (1 vote)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.