Burnout-Therapie – wie die Arbeit bei der Genesung helfen kann

Ein Burnout Syndrom hat in vielen Fällen seinen Auslöser im Berufsleben der Patienten. Es betrifft vorwiegend Menschen, die mit viel Ehrgeiz und Idealismus an ihre Arbeit herangehen und sich stark unter Erfolgsdruck setzen. Dabei finden sie jedoch wenig Anerkennung oder  leiden unter unklaren Hierarchien und Strukturen oder einem unfairen Vorgesetzten. In dieser Daueranspannung, die manchmal auch noch von partnerschaftlichen oder familiären Problemen begleitet wird, laufen die Betroffenen Gefahr, sich zu verausgaben, bis Körper und Seele in den Streik treten.

Im ersten Schritt müssen Burnout-Patienten Abstand vom Berufsalltag gewinnen und mittels einer Therapie wieder zu sich selbst finden. Meist werden sie vom behandelnden Arzt für mehrere Wochen, manchmal sogar für Monate krankgeschrieben. Nach der Genesungsphase kehren allerdings nur die Wenigsten in ihre alte berufliche Stellung zurück. Zu groß sind die Bedenken, dass die Kollegen hinter vorgehaltener Hand tuscheln oder dass die Vorgesetzten einem nicht mehr zutrauen, Aufgaben eigenverantwortlich erfüllen zu können.

Entgegen vielfacher Meinung gibt es dennoch Burnout-Patienten, die sich relativ rasch wieder in ihren Job zurück wünschen. In der Regel sind es Betroffene, denen die Arbeit Sinn vermittelt und denen die feste Struktur des Arbeitsalltags Halt gibt. Anders als vielfach angenommen gibt es neuerdings immer mehr Arbeitgeber, die aufgrund der großen medialen Aufmerksamkeit mit dem Thema Burnout-Syndrom verhältnismäßig gut vertraut sind. Sie bemühen sich, ihre Angestellten wieder im Unternehmen zu integrieren und sind häufig sogar froh, wenn sich der genesene Mitarbeiter mit neuen Kräften und Ideen wieder ins Team einbringen möchte. In zahlreichen Fällen werden dabei vorläufige Teilzeitregelungen gefunden oder der Mitarbeiter auf Wunsch in einer anderen Abteilung eingesetzt.

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