Phase 2 – reduziertes Interesse

Nach der Phase 1 des Burnout–Syndroms ist der Betroffene über seine Situation sehr frustriert. Er muss sich damit abfinden, dass er die erhofften Ziele nicht erreicht hat. Dazu wird sein Engagement immer weniger.

Die Betroffenen sind nicht mehr in der Lage eine zusätzliche Arbeit zu erledigen. Daher erledigen sie nur noch das Notwendigste. Ein Gefühl ausgebeutet zu werden und wenig Wertschätzung zu bekommen, treten auf. Da sich der Betroffene für eine lange Zeit in der Arbeit aufgeopfert hat, möchte er nun auch mal profitieren und setzt seine Ansprüche höher.

Der Patient kann sich nicht mehr zur Arbeit aufraffen, nimmt Fehlzeiten in Kauf und reduziert seine Arbeitszeiten, indem er die Pausen verlängert. Einige können zu diesem Zeitpunkt noch die Freizeit genießen.

Andere ziehen sich von ihren Mitmenschen zurück und verharren in der Antriebslosigkeit. Mitgefühl oder Anteilnahme ist vom Erkrankten nicht mehr erwarten, eher bestimmen Gefühllosigkeit und Zynismus das Leben der Betroffenen.