Burnout-Prävention

Ein beginnendes Burnout-Syndrom hat viele Gesichter. Daher ist es häufig nicht leicht, rechtzeitig zu erkennen, wenn ein Mensch aus dem engeren Umfeld Gefahr läuft, auszubrennen. Der Kollege, der für die Arbeit lebt und keine freien Tage kennt, ist vielleicht im Inneren von heftigen Versagensängsten angetrieben. Die liebe Freundin, die Familie, Job und die Pflege des kranken Vaters so souverän unter einen Hut bekommt, möchte sich vielleicht lediglich selbst nicht eingestehen, dass sie bereits am Rande ihrer Leistungsfähigkeit angelangt ist. Doch woran erkenne ich eine Person, die tatsächlich vom Burnout bedroht ist?

Burnout-Prävention – Risiken rechtzeitig erkennen

Burnout-Prävention

Burnout-Prävention – Fotolia © Robert Kneschke

Die Warnzeichen, anhand derer Sie erkennen können, ob eine Person zur Burnout-Risiko-Gruppe gehört, sind ausgesprochen vielfältig. Daher ist es nicht möglich, ein allgemeingültiges Profil zu erstellen. Folgende Verhaltensänderungen und Symptome einer nahestehenden Person sollten Sie jedoch als Anstoß nehmen, einmal vorsichtig nachzufragen, wie es dem betreffenden Menschen tatsächlich geht:


Anhaltende Müdigkeit, häufige Infekte

  • Rückenschmerzen und Verspannungen, Kopfschmerzen, Magenprobleme
  • Konzentrationsstörungen, hohe Fehlerquote, Unzuverlässigkeit
  • Gereiztheit, Zynismus, zunehmende soziale Isolation
  • Mangelnde Rücksichtnahme auf sich selbst und den eigenen Körper

Aktiv werden

Unabhängig davon, ob Sie selbst oder eine Person in Ihrem Umfeld konkret burnout-gefährdet sind oder nicht, schadet anhaltende Überlastung der physischen und psychischen Gesundheit. Um frühzeitig aktiv einer Überforderung entgegenzuwirken, sollten Sie einige schützende Grundsätze in Ihr Leben integrieren.

Stress lass nach!

Stress gehört zum Alltag dazu und lässt sich kaum vermeiden. Dennoch braucht jeder von uns auch regelmäßige Phasen von Ruhe und Erholung, in denen sich der Körper regenerieren kann. Dazu zählen nicht nur ausreichend Schlaf, sondern auch positive Erlebnisse in der Freizeit, die ihren individuellen Bedürfnissen entsprechen.

Werden Sie Nein-Sager!

Jeder hat seine persönlichen Kapazitätsgrenzen, seien diese zeitlich, materiell oder emotional. Sie können es daher nicht jedem Recht machen, alle offenen Aufgaben übernehmen oder für alles und jeden da sein. Ziehen Sie klare Grenzen, welche Leistungen Sie für andere erbringen können und möchten.

Raus mit der Sprache!

Reden befreit. Suchen Sie sich daher mindestens eine vertraute Person, die Ihnen zuhört, Sie bestärkt und motiviert, wenn Sie Kummer haben. Je besser Ihr soziales Netz ausgebildet ist, desto geringer ist die Gefahr, in eine Situation zu geraten, die Sie nicht bewältigen können.

Gute Gedanken!

Positives Denken kann beflügeln. Wer immer vom Schlimmsten ausgeht, verhindert nicht nur, dass er selbst gute Leistungen erbringt, sondern er macht sich oft mehr Stress und Sorgen als er haben müsste. Eine realistische aber optimistische Grundeinstellung bringt Sie daher entspannter ans Ziel.

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