Burnout-Prophylaxe: Mit individuellem Coaching das Ausbrennen verhindern

Wenn man selbst bereits so „betriebsblind“ ist, dass Veränderungen aus eigenem Antrieb schwerfallen, kann ein Coaching die nötigen Impulse bringen, um dem Leben eine neue Bahn zu geben. Schließlich kann es vorkommen, dass eine Situation so festgefahren ist, dass man allein keinen Ausweg mehr findet. In diesem Fall kann ein Coach helfen.

Was ist Coaching?

Burnout-Prophylaxe: Mit individuellem Coaching das Ausbrennen verhindernDer Begriff Coaching kommt vom englischen Verb „to coach“, das „betreuen“ oder „trainieren“ bedeutet. Coaching ist eine Beratungsform, in der der Coach und der Ratsuchende, auch Coachee genannt, gemeinsam ziel- und lösungsorientiert an bestimmten Fragestellungen arbeiten, die den Coachee beschäftigen. Dies können beispielsweise Fragen der zukünftigen Karriereplanung oder eine Verbesserung der Selbstorganisation sein. Der Coach versucht dabei, den Klienten und sein Leben als Ganzes zu betrachten und mit ihm gemeinsam durch gezielte Anleitung und Feedback Lösungswege zu erarbeiten. Der gecoachte Mensch soll so größtmögliches Handlungspotenzial und Klarheit über seine eigenen Ziele und Werte erlangen.

Wann kann Coaching zum Einsatz kommen?

Coaching bietet sich in vielen verschiedenen Lebenssituationen an. Neben unterschiedlichsten Fragen der Berufs- und Lebensplanung, können in einem Coaching beispielsweise Zeit- und Stressmanagement, die allgemeine Bestimmung des persönlichen Standortes auf dem Lebensweg oder eine Analyse der persönlichen Ziele und Zukunftswünsche in einem geschützten Rahmen stattfinden. Im Kontext einer maßgeschneiderten Burnout-Prävention kann gezieltes Coaching dem Coachee daher von großem Nutzen sein, um frühzeitig die Weichen so zu stellen, dass ein Ausbrennen und Zusammenbrechen vermieden werden kann.

Coaching ersetzt meist keine Therapie

Auch wenn beim Coaching durchaus Methoden aus verschiedenen Therapierichtungen zum Einsatz kommen, kann ein Coaching jedoch keine Diagnose durch einen Facharzt und eine gegebenenfalls notwendige psychotherapeutische Behandlung ersetzen. Es liegt daher in der Verantwortung des Coachs, eventuelle Grenzen zu erkennen und den Coachee darin zu bestärken, weitere Hilfe anzunehmen.

Wie finde ich einen geeigneten Coach?

Zuerst sei gesagt, dass die Bezeichnungen „Coach“ und „Coaching“ nicht geschützt sind. Das bedeutet, dass sich prinzipiell jeder unabhängig von seiner Ausbildung Coach nennen darf. Unter den praktizierenden Coachs finden sich daher von Psychotherapeuten bis hin zu esoterisch angehauchten Lebensberatern oder gar selbsternannten Wunderheilern sehr unterschiedlich qualifizierte Berater.

Wenn Sie Wert auf einen objektiven Qualitätsmaßstab legen, können Sie sich an der ISO-Kompetenzzertifizierung Coach des Austrian-Coaching-Council (ACC) orientieren, auf dessen Website auch eine umfassende Suchfunktion für Berater zur Verfügung steht.

Generell kann man sagen, dass ein Coach zudem bereits ein gewisses Maß an Lebens- und Berufserfahrung vorweisen und regelmäßig an Supervisionen teilnehmen sollte. In einer – im Idealfall kostenfreien – Probestunde können Sie sich zudem mit der Arbeitsweise des potentiellen Coachs vertraut machen. Und natürlich muss in erster Linie die Chemie zwischen dem Coachee und dem Coach stimmen, denn eine vertrauensvolle Beziehung zählt zu den wichtigsten Erfolgskriterien eines Coachings. Lernen Sie daher vor der Beratung durch einen Coach ruhig mehrere Menschen kennen, mit denen Sie sich eine Zusammenarbeit vorstellen könnten.

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