Digitaler Burnout: Gefahr durch permanente Smartphone-Nutzung

Dient Ihnen Ihr Smartphone oder sind Sie längst zum Diener Ihres Smartphones mutiert? Achtung! Digitaler Burnout, vorprogrammiert! Die Digitalisierung unserer Welt wächst unaufhaltsam. In der aktuellen Pandemie-Situation werden vor allem die Vorteile dieser Entwicklung deutlich: Wir bleiben trotz Kontaktsperren vernetzt und können dank digitaler Medien ins Home-Office gehen, ohne auf Konferenzen mit unseren Kollegen verzichten zu müssen.

Doch neben den Vorteilen birgt vor allem die permanente Nutzung unserer Smartphones gesundheitliche Risiken, die wir nicht unterschätzen dürfen. Lesen Sie hier, warum unser Smartphone schädlich für uns sein kann, welche Folgen ein permanenter Gebrauch des Handys hat und wie wir es bewusster nutzen könnten.

Was macht das Smartphone mit unserer Psyche?

Achtung Smartphone

Für viele Menschen ist das Handy zu einem ständigen Begleiter geworden. Egal, ob beim Essen, im Auto, auf der Toilette oder nachts auf unseren Nachtschränkchen: Unsere Smartphones weichen nicht mehr von unserer Seite. Dauernd unterbrechen wir das, was wir eigentlich gerade tun, um auf unser Handy zu schauen – entweder, um eingegangene Nachrichten zu prüfen oder um mit dem Gerät zu interagieren. Wir müssen ständig erreichbar sein, egal ob für private oder berufliche Kontakte.



Was aus diesen Unterbrechungen durch unser Handy folgt, ist eine künstliche Zerlegung unseres Tages. Wir verlernen, uns auf eine einzige Sache zu konzentrieren und sind in ständiger Alarmbereitschaft. Wir sind fahrig, weil wir mit dem Handy viel zu viel auf einmal erledigen müssen: Einkäufe, die Pflege unserer sozialen Medien, das nächste Level in irgendeinem Spiel. Ähnlich einem Workaholic, der sich mit seiner Arbeit überstrapaziert, beanspruchen wir unsere Aufmerksamkeit über das gesunde Maß und bräuchten dringend eine Pause. Da wir unser Handy aber immer bei uns haben, kommt es nie zu einer solchen. Daraus folgt, was der Informatikprofessor Alexander Markowetz den digitalen Burnout nennt.

Digitaler Burnout

Ähnlich wie der erwähnte Workaholic, der nach einigen Jahren vielleicht einen Burn-Out entwickelt, folgt auch für unsere überlastete Aufmerksamkeit irgendwann ein digitaler Burnout. Die Symptome sind ähnlich wie bei einem „herkömmlichen“ Burn-Out: Wir sind erschöpft, unproduktiv und unglücklich. Im weiteren Verlauf verlieren wir unsere Energie und unsere Lebensqualität.

Laut Alexander Markowetz, der sich in seinem gleichnamigen Buch mit dem digitalen Burnout beschäftigt hat, handelt es sich hierbei nicht um ein individuelles Problem, sondern um eines, das unsere ganze Gesellschaft betrifft. Da ein Großteil der Bevölkerung ein Smartphone besitzt, steuern wir in der Zukunft auf eine Gesellschaft zu, in der die Psyche der Menschen dauerhaft durch die Smartphone-Nutzung geschädigt ist.

Buchtipp:

Der Weg zu einer bewussten Smartphone-Nutzung

Um dem digitalen Burnout zu entgehen, hilft nur eine bewusste Nutzung unserer Smartphones. Das Schlafzimmer beispielsweise sollte Handy-freier Raum bleiben, um unserer Psyche wenigstens in der Nacht etwas Ruhe zu gönnen. Außerdem können internetfreie Tage oder Stunden hilfreich sein, wie zum Beispiel das Handy am Abend bewusst beiseite zu legen. Und was den Geist ungemein entlastet: Tolle Erlebnisse in der analogen Welt. Am besten ohne Handy in der Hosentasche.

Tipp: Fragen Sie sich was Sie selbst tun können, um einem Burnout rechtzeitig vorzubeugen? Finden Sie eine Balance zwischen Aktivität und Entspannung. Als Ausgleich zur permanenten Reizüberflutung ist es äusserst wichtig, sich Auszeiten, Zeiten der Ruhe zu gönnen. Diese sollten täglich eingehalten und bereits im Vorfeld fest eingeplant werden. Nehmen Sie sich ausreichend Zeit fürs Essen! Ohne Ablenkung durch PC, Tablet, Fernsehen, Smartphone & Co. Lernen Sie Ihren Alltag achtsamer zu gestalten und präsent im Hier und Jetzt zu leben. Gerne unterstützen wir Sie hierbei und erarbeiten gemeinsam mit Ihnen einfach umsetzbare Strategien für Ihre individuelle Lebenssituation!

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