Strategien gegen das Burnout-Syndrom: Gesundes Essen

Ein Burnout kann prinzipiell jeden treffen. Bei dauerhafter Überlastung, ständiger Demotivation oder Erniedrigung, leidet die Psyche jedes Menschen massiv. Manche trifft es dann früher, andere später und einige gar nicht. Wenn das Burnout-Syndrom da ist, ist jedoch jede Unterstützung wichtig. Neben einem stabilen sozialen Umfeld und medizinischer sowie therapeutischer Hilfe, kann auch eine gesunde und ausgewogene Ernährung dabei helfen, bald wieder auf die Beine zu kommen.

Gesundes Essen als Vorbeugung von Burnout?

Gesundes Essen Pyramide

Gesundes Essen Pyramide – Fotolia © Nataliya Yakovleva

Stress und Ernährung

Menschen, die stark unter Stress stehen, vernachlässigen meist ihre Ernährung. Es ist ihnen recht egal, was sie zu sich nehmen, die Hauptsache ist, es geht schnell und macht keine Arbeit. Oder sie haben ohnehin keinen Appetit oder gar Magen- und Verdauungsbeschwerden, sodass Essen für sie generell nicht mehr mit Genuss gleichgesetzt ist. Bei dauergestressten Personen kommt es daher besonders schnell zu einer Mangelernährung und Unterversorgung mit Vitaminen.



Darüber hinaus führt ein Burnout zu einer chronisch erhöhten Ausschüttung der Stresshormone Cortisol, Adrenalin und Noradrenalin. In der Folge kommt es zu einer Veränderung des Stoffwechsels. Es wird nun viel Eiweiß abgebaut, während der Blutzuckerspiegel und die Blutfettwerte steigen. Zusätzlich verlangsamt sich die Arbeit des Immunsystems was Entzündungen und vermehrte Infekte zur Folge hat. Aufgrund dieser Dauerbelastung besteht jedoch ein erhöhter Vitalstoff-, Mineralien- und Vitaminbedarf dem oftmals ein immer ungesünderes Essverhalten gegenübersteht.

Welche Lebensmittel helfen bei Stress, Burnout und Depressionen?

Bei Burnout-Patienten ist meist auch der Serotoninspiegel erniedrigt. Dieses „Glückshormon“ wird unter anderem aus der Aminosäure Tryptophan gebildet, die wir nicht selbst herstellen können, sondern mit der Nahrung aufnehmen müssen. Nüsse, Hafer oder Eier eignen sich hervorragend, um den Tryptophan-Vorrat des Körpers auf Vordermann zu bringen.

Auch Omega-3-Fettsäuren aus fettem Fisch, wie Lachs oder Sardinen, heben die Stimmung und hemmen die Produktion depressionsfördernder Botenstoffe. Zudem verbessern sie die Fließeigenschaften des Blutes und regen die Gehirnleistung an. Auch hochwertige Pflanzenöle, wie Leinöl, liefern Omega-3.

Meiden Sie Alkohol, sowie zucker- und koffeinhaltige Getränke. Süße Getränke sind nicht nur wahre Kalorienbomben, sondern lassen auch kurzfristig den Blutzuckerspiegel in die Höhe schießen. Kurz darauf verlangt der Körper jedoch nach mehr. Auch Koffein putscht nicht nur auf. Es kann außerdem sehr nervös machen, Herzrasen verursachen und dazu führen, dass ein Burnout-Patient nachts noch schlechter schläft als ohnehin schon. Dauerhafter hoher Koffeingenuss kann sogar echte Entzugserscheinungen hervorrufen.

Essen sie bunt. Die berühmten fünf Portionen Obst und Gemüse über den Tag verteilt, sorgen dafür, dass Sie mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt sind. Garen Sie die Lebensmittel möglichst schonend, damit die Inhaltsstoffe das Kochen überstehen. Viele Vitamine und Mineralien werden für den Aufbau von Botenstoffen im Gehirn benötigt. Fehlen sie, verlangsamen sich alle normalen Körperabläufe. Darüber hinaus macht eine ausgewogene Ernährung das Immunsystem wieder fit.

Die Mahlzeiten als Auszeiten

Burnout-Patienten können die Mahlzeiten als Übung dafür nutzen, sich endlich wieder Zeit für sich selbst zu nehmen. Mahlzeiten zwischen Tür und Angel sind daher von nun an verboten. Wenn Sie essen, dann essen Sie – und sonst nichts! Lassen Sie sich in der Mittagspause auch vom Chef nicht stören.

Abends bleibt der Fernseher aus und Sie setzen sich an einen gedeckten Tisch. Zelebrieren Sie das Essen und gönnen Sie sich etwas Gutes. Richten Sie Ihr Essen schön an und tun Sie das ganz bewusst für sich und niemanden sonst. Genießen Sie das gesunde Gericht, nehmen Sie sich Zeit und kauen Sie gründlich. Ihr Körper wird es Ihnen danken.

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