Arbeitsstress und Burnout

Arbeitsstress und Burnout schaueln sich gegenseitig hoch. Ein Wandel der Berufswelten hat für viele Menschen Arbeit zum größten Stressfaktor werden lassen. Vermehrt kommt es zu Erschöpfungszuständen oder gar zu einem Burnout Syndrom. Es ist wichtig, diese beiden Zustände voneinander zu unterscheiden. Anhand der subjektiven Symptome ist das schwer. Die Betriebliche Arbeitsmedizin bei Medic Assistance weiß aus langjähriger Erfahrung, wie man ein Burnout Syndrom erkennt.

Körperliche Symptome als Folge von Arbeitsstress

Arbeitsstress

Gestressten Menschen fallen oft zuerst die Anzeichen auf, die körperlich spürbar werden:

  • Migräne und Kopfschmerz
  • Ein- und Durchschlafstörungen
  • Rückenverspannungen und -schmerzen
  • Magenschmerzen und Verdauungsprobleme
  • Infektanfälligkeit

Manche Menschen haben sich allerdings auch so an ihre Stresssymptome gewöhnt, dass sie ihnen kaum Beachtung schenken. Letztlich kann aber jedes dieser Symptome auf Erschöpfung, Burnout oder auf andere gesundheitliche Themen hinweisen.

Erschöpfungszustände und Burnout machen auch psychische Beschwerden

Auffälliger sind dann psychische Symptome und resultierende Verhaltensänderungen:

  • Gefühle innerer Leere, Erschöpfung und Sinnlosigkeit
  • Dunkle, wiederkehrende Gedanken und Traurigkeit
  • wegen Kraftlosigkeit kaum mehr soziale Kontakte und familiäre Aktivitäten
  • Stetes Gefühl der Überforderung
  • Nervosität und Gereiztheit
  • Konzentrationsstörungen und Vergesslichkeit

Ein wichtiger Punkt ist, dass einige der genannten Symptome auch vom sozialen Umfeld wahrgenommen und eventuell thematisiert werden. Die Reaktionen darauf sind oft diagnostisch bedeutsam.

Was Erschöpfung von einem Burnout unterscheidet

Angehörige, Arbeitskollegen, Vorgesetzte und auch Ärzte sprechen Betroffene mit genannten Symptomen mitunter an:

„Lass uns mal wieder etwas Schönes zusammen machen.“
„Du brauchst eine Auszeit.“
„Nehmen Sie sich doch mal ein paar Tage frei.“
„Ich würde Sie gerne für 2 Wochen arbeitsunfähig schreiben.“

Ein Betroffener mit Erschöpfungszustand zeigt sich eher einsichtig. Er greift Vorschläge auf und mittelfristig kommt es zu ersten kleinen Verbesserungen des Allgemeinzustandes.

Wer ein Burnout Syndrom hat, wehrt solche Vorschläge eher ab. Bezeichnenderweise verschlimmert sich sein Zustand ja auch nach Feierabend, am Wochenende, in Urlaubs- oder auch Krankheitszeiten noch. Andere Variante: Der Betroffene lässt sich nur zum Schein ein, eine Besserung erfolgt aber dadurch nicht. Wie kommt das?

Ein Burnout Syndrom ist eine ernsthafte Krankheit

Ein erschöpfter Mensch kann den Schalter, mitunter erst nach Anregungen von außen, noch selber umlegen. Einer Person mit Burnout Syndrom ist dies nicht mehr möglich. Arbeit und Leistung sind einzige verbliebene Stützen für ihr Selbstwertgefühl. Deshalb fühlt sie sich noch schlechter, wenn sie nicht mehr leisten kann oder darf.
Die Betriebliche Arbeitsmedizin bei Medic Assistance empfiehlt bei Burnout Syndrom eine notwendigerweiße ausreichende, oft auch klinische Behandlung und anschließende arbeitsmedizinische Neuorientierung in den Bereichen Arbeit, Freizeit und Selbstfürsorge.

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