Berliner Jobcenter-Mitarbeiter im Burnout

Berliner Jobcenter sind unterbesetzt: Rund 200 Mitarbeiter fehlen der Stadt. Besonders betroffen sind die Stadtteile Charlottenburg und Neukölln. Das schlägt auf die Gesundheit der Beschäftigten: Immer mehr Jobcenter-Mitarbeiter sind aufgrund der Überlastung vollkommen überfordert und melden sich krank.

In Charlottenburg-Wilmersdorf fehlt jeder Mitarbeiter durchschnittlich fast neun Wochen im Jahr. Laut einer Personalstatistik der Senatsfinanzverwaltung sind die rund 85 Beschäftigten 62,5 Tage im Jahr krank. Auch in Neukölln sieht es dramatisch aus: Hier sind die Mitarbeiter rund 62,2 Tage nicht arbeitsfähig. Zum Vergleich: In anderen Bezirken fallen die Beschäftigten häufig nur halb so oft aus. Die Durchschnittswerte für alle Bezirke liegen bei 44 Tagen. Im gesamten Berliner Öffentlichen Dienst kommen im Mittel 37,6 Krankheitstage auf einen Beschäftigten.

Die Entwicklung ist eine Folge der Sparpolitik des Senats. Neben einem generellen Mangel an Arbeitskräften beklagen Insider zudem, dass es zu wenige qualifizierte Fachkräfte in den Jobcentern gäbe. Es scheine, als schickten die Bezirke vor allen schwächere Mitarbeiter in die Jobcenter. Das bedeutet insgesamt weniger Leistung.

Die Regionaldirektion der Bundesanstalt für Arbeit befindet sich derzeit in Gesprächen mit den Bezirken. Auch wenn es schwierig wird, die Lücken zu schließen, müssen unbedingt Lösungen gefunden werden, um das Personal zu entlasten und zu stärken. Zudem geht es um Verbesserungen im Gesundheitsmanagement.

Jetzt bewerten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.