Burnout: Wiedereinstieg in den Job manchmal schwierig

Wer ein Burnout entwickelt und nicht rechtzeitig den Rettungsanker wirft, muss sich häufig für längere Zeit krankschreiben lassen und ist nicht arbeitsfähig. Falls sich die Betroffenen nach der Therapie entschließen, ihren Beruf wieder aufzunehmen, müssen sie aufpassen, nicht wieder dieselben Fehler zu machen, die zum seelischen Zusammenbruch geführt hatten.

In einigen Fällen können Mitarbeiter nicht mehr in dieselbe Position zurückkehren. Sie arbeiten auf einem weniger verantwortungsvollen Posten weiter oder gehen in Teilzeit. Dies nicht als Niederlage zu bewerten, fällt den meisten schwer – gerade, weil Burnout meist besonders engagierte und ehrgeizige Persönlichkeiten trifft. Doch an eine Belastungsgrenze zu stoßen ist nicht gleichbedeutend mit einem Versagen. Vielmehr ist es eine Chance, klein anzufangen und sich dann mit den in einer Therapie erlernten Stressbewältigungsstrategien langsam wieder hochzuarbeiten.

Auch Kolleginnen und Kollegen sind meist verunsichert, wie sie mit den Wiedereinsteigern umgehen sollen. Muss man den Betroffenen jetzt in Watte packen und von aller Verantwortung fernhalten? Darf man noch Kritik äußern? Auch Ressentiments sind nicht selten – mussten die Kollegen doch vielleicht Mehrarbeit oder andere Nachteile in Kauf nehmen, als der Betroffene ausfiel. Dies kann schwierig für alle Beteiligten sein. Manchmal ist in solchen Fällen ein Neustart in beispielsweise einer anderen Abteilung sinnvoll.

Grundsätzlich ist es allerdings besser, wenn es gar nicht zum Burnout kommt. Vorgesetzte sollten daher das Leistungsniveau und das Wohlbefinden des Einzelnen kontinuierlich im Auge be­halten.

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