Im Rausch des Erfolgs: Wenn Unternehmer Burnout-Symptome ignorieren

Vom kleinen Startup zum richtigen Unternehmen: Das ist ein ehrgeiziges Ziel, das viele Gründer vor Augen haben. Dass dafür vor allem zu Anfang ein hoher persönlicher Einsatz notwendig ist, ist den meisten bewusst – und stört sie auch nicht weiter. Denn wo sich Erfolge einstellen und Kunden zufrieden sind, ist die Motivation hoch, viel und noch mehr zu leisten. Der Nine-to-five-Job mutiert dabei schnell zur 60-Stunden-Woche, in der kaum noch Zeit für Privates bleibt.

Das Gefühl, dass scheinbar alles gelingt, kann berauschend sein. Der Arbeitsplatz wird zur Spielwiese, die Ideen sprudeln nur so. Doch spätestens dann, wenn erstmals eine Auftragsflaute oder ernsthafte wirtschaftliche Probleme den Himmel des Erfolgs verdunkeln, wird es eng: Denn wer auch in guten Phasen schon am Limit läuft, hat kaum noch Kraftreserven für weniger rosige Zeiten.

Alternative Energiequellen wie Freizeit und Familie stehen dann bereits schon nicht mehr zur Verfügung, da sie für den Erfolg vernachlässigt oder ganz aufgegeben wurden. An Urlaub ist in der Krise nicht zu denken, im Gegenteil: die Zeit ist für alles zu knapp. Viele Betroffene reduzieren in dieser Situation den Schlaf – häufig unfreiwillig, weil sie ohnehin unter Ein- und Durchschlafproblemen leiden. Dadurch stellt sich eine Art Dauer-Jetlag ein – bis der Körper schließlich streikt: Schwindel, Herzrhythmusstörungen, Rückenbeschwerden, Magenschmerzen und Tinnitus können die Folge der Dauerüberlastung sein.

Einige Unternehmer mit Burnout schaffen es, aus eigener Kraft oder auch mit fachlicher Hilfe kürzer zu treten und Prioritäten neu zu setzen. Andere wiederum fallen längere Zeit aus und kehren nie wieder ihre Branche zurück. Erst durch eine vollkommene Neuorientierung finden sie wieder zu Lebensglück und ganzheitlicher Erfüllung.

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