Burnout im familiären Umfeld

Wenn ein Angehöriger am Burnout erkrankt, werden auch die übrigen Familienmitglieder auf eine harte Probe gestellt, die viele Menschen überfordert. Der Verstand sagt ihnen zwar, dass der Betroffene sehr viel Verständnis braucht und verdient, doch die eigenen Gefühle sagen häufig etwas anderes. Besonders da viele Betroffene sehr zurückweisend sind, sammeln sich auch bei den Angehörigen Frustration und Kränkungen an, die das Zusammenleben und Zusammenhalten enorm erschweren können. Dieser Artikel gibt Angehörigen von Burnout-Patienten einige Tipps, um besser mit der Erkrankung zu leben.

Burnout im familiären Umfeld

Burnout im familiären Umfeld

Was können Angehörige für den Betroffenen tun?

  • Eine verlässliche Diagnose und Behandlung kann nur durch den Facharzt erfolgen. Holen Sie daher professionelle Hilfe!
  • Erwarten Sie von Ihrem Partner nur kleine Schritte und versuchen Sie nicht, ihm Lösungen oder Verhaltensweisen aufzuzwingen. Sie erreichen damit nur, dass er sich noch mehr unter Druck gesetzt fühlt als ohnehin schon.
  • Hören Sie gut zu, wenn Ihr Partner mit Ihnen spricht. Den meisten Burnout-Patienten fällt es enorm schwer, sich anderen Menschen zu öffnen.
  • Loben und motivieren Sie Ihren Partner möglichst häufig. Bestärken Sie Ihn besonders darin, professionelle Hilfe anzunehmen.
  • Planen Sie gemeinsame Unternehmungen und haben Sie zusammen Spaß am Leben.
  • Respektieren Sie, dass Ihr Partner noch immer eine eigenständige, erwachsene Person ist. Weder Bevormundung noch übermäßiges Bemuttern sind angemessen.
  • Nehmen Sie Äußerungen zum Thema Suizid ernst und teilen Sie diese dem behandelnden Therapeuten mit.

Lesen Sie hier weiter: Tipps für Betroffene


Was können Angehörige für sich selbst tun?

  • Achten Sie unbedingt auf Ihre eigenen Bedürfnisse. Sie sind genauso wichtig wie Ihr Partner!
  • Nehmen Sie sich weiterhin Zeit für eigene Interessen und persönliche Freiräume. Ihnen soll es gut gehen.
  • Achten Sie auf Erschöpfungssymptome. Überfordern Sie sich nicht selbst, denn ein Burnout-Patient pro Familie genügt bereits.
  • Sie sind kein Arzt oder Therapeut! Akzeptieren Sie, dass Sie Ihrem Partner nur eingeschränkt weiterhelfen können – auch wenn das sehr schwer fällt.
  • Nehmen Sie selbst Hilfe an. Sie müssen nicht alles allein bewältigen. Auch für Angehörige von Burnout-Patienten ist eine therapeutische Unterstützung hilfreich und sinnvoll.
  • Informieren Sie sich. Je besser Sie die Krankheit Ihres Partners verstehen, desto besser können Sie damit umgehen.

Lesen Sie hier weiter: Tipps für Angehörige

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