Mütter im Burnout – Stressfalle Familie

Selten denkt man im Kontext Burnout-Syndrom an Hausfrauen und Mütter. Doch auch sie können am Burnout erkranken. Auch Menschen in sozialen Berufen sind besonders burnoutgefährdet. Ein besonders hohes Risiko tragen berufstätige und alleinerziehende Mütter, die den Spagat zwischen Job und Kindererziehung schaffen müssen. Diese Frauen sind weniger Mütter als denn vielmehr „Familienmanagerinnen“. Vor allem die Perfektionistinnen unter ihnen, die dazu neigen, sich an anderen Eltern messen, können rasch an den Rand der Verzweiflung geraten, wenn neben der Arbeit im Haushalt, dem Stress im Job und den Ansprüchen der Kinder auch an Sonn- und Feiertagen keine freie Minute mehr bleibt.

Wenn gar nichts mehr geht – Mütter im Burnout

Mütter im Burnout

Fotolia: © ipag

Experten schätzen, dass über zehn Prozent aller Krankheitsstände bei Frauen psychische Ursachen haben und jede fünfte Mutter von Burnout betroffen ist. Viele zögern, sich Hilfe zu holen. Erst wenn körperliche Symptome wie Herzrasen, andauernde Kopfschmerzen und Schlafstörungen einsetzen, verstehen sie, dass es an der Zeit ist, den Lebensstil zu ändern.

Doch das ist nicht immer einfach, da in der modernen Gesellschaft häufig die entsprechenden unterstützenden Strukturen fehlen. Nicht immer wohnen Familienmitglieder vor Ort. Die Betreuung durch Oma und Opa oder andere Verwandte entfällt dadurch. Getrennt lebende Eltern müssen sich in Zeit- und Erziehungsfragen genau abstimmen. Die Öffnungszeiten von Krippen oder Kitas sind für Eltern, die als Schichtarbeiter tätig sind, bisweilen unvorteilhaft. Auf diese Weise kann ein Vollzeitjob regelrecht zur Zerreißprobe werden.


Experten raten burnoutgefährdeten Mütter

Psychologen raten burnoutgefährdeten Müttern (Tipps für Angehörige), sich die eigene Schwäche einzugestehen und Unterstützung einzufordern. Auch wenn es bisweilen schwierig ist, lassen sich Aufgaben umverteilen und Arbeitsabläufe optimieren. Zudem ist es wichtig, sich Pausen im Alltag zu gönnen und Dinge wiederzuentdecken, die einem selbst tatsächlich Spaß machen. Nicht zuletzt gilt es, sich nicht alles so zu Herzen zu nehmen und in der Erziehung auch mal fünf gerade sein zu lassen

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