Stressfaktor Familie: Wenn die Angehörigenpflege zur totalen seelischen Erschöpfung führt

Weit mehr als 3/4 der pflegebedürftigen Menschen in Österreich werden Zuhause durch Angehörige gepflegt. Die Angehörigenpflege ist häufig mit einer immensen Mehrbelastung auf unbestimmte Zeit verbunden. So überrascht es nur wenig, dass die Gefahr, das Risiko der Familienmitglieder, die die Pflege ihrer Lieben übernommen haben, seelisch auszubrennen sehr hoch ist.

Wenn die Angehörigenpflege zur totalen seelischen Erschöpfung führt

Ausgebrannt durch Angehörigenpflege - Fotolia ©

Ausgebrannt durch Angehörigenpflege? – Fotolia © 88681863

Das Burnout-Syndrom ist ein Thema, das derzeit fast ständig medial thematisiert wird. Es steht für den Zustand vollkommener psychischer Erschöpfung. Die Patienten sind antriebslos, müde und leiden häufig an schweren Schlafstörungen, Depressionen sowie psychosomatisch bedingten Schmerzen und allgemeiner Krankheitsanfälligkeit.

Das Burnout-Syndrom ist dabei bereits seit längerem als typische Erkrankung in Pflegeberufen bekannt. Diese Berufsgruppe ist teilweise hohen seelischen und körperlichen Belastungen ausgesetzt und muss darüber hinaus im Regelfall Zeitdruck, Schichtdienst und mangelnde Anerkennung durch Vorgesetzte, Kollegen und Patienten ertragen.

Pflegenden Familienmitgliedern geht es da meist nicht viel besser. Im Falle eines Burnout-Syndroms sind die Betroffenen nicht mehr in der Lage, ihre Pflegetätigkeit weiterhin sorgfältig auszuführen. Ihre gesundheitliche Verfassung ist häufig ebenso schlecht wie die der pflegebedürftigen Person.

Zum Burn-Out kommt schnell das finanzielle Desaster hinzu: Die Pflegenden müssen durch ihre Pflegearbeit in der Regel beruflich kürzer treten. Dies hat direkte Auswirkungen auf die finanzielle Sicherheit und den Lebensstil. Fällt nun der Pflegende wegen Burnouts aus, sind in vielen Fällen keine finanziellen Reserven für eine permanente externe Pflegeunterstützung vorhanden.

Versicherungen sowie Zusatzversicherungen gegen die materiellen Folgen von Pflegebedürftigkeit können den drohenden sozialen Abstieg verhindern. Versicherungsexperten geben über entsprechende Angebote Auskunft. Dennoch sollte jeder vor einem Vertragsabschluss stets eine zusätzliche neutrale Beratung einzuholen, um keine unnötigen Leistungen zu vereinbaren. Öffentliche Einrichtungen wie zum Beispiel das Rote Kreuz oder Pflegezentren helfen dabei, diese Fragen zu klären.

Sie sind auf der Suche nach einer begleitenden Unterstützung, um mit Schwierigkeiten, Ihrer belastenden Situation besser umgehen zu können? Ich freue mich über Ihre Anfrage!

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