Umfrage unter Führungskräften in Österreich, Deutschland und Schweiz: Nur 37 Prozent setzen auf Burnout-Prävention

Burnout kommt nur langsam im Bewusstsein der Unternehmen an: Obwohl laut des diesjährigen Hernstein Management Reports mehr als die Hälfte aller Unternehmen schon mindestens einmal einen Burnout-Fall hatte,  ist nur rund ein gutes Drittel wirklich aktiv dabei, etwas gegen das seelische Ausbrennen von Mitarbeitern zu unternehmen. Das heißt, die Bewusstseinsbildung in Sachen Burnout-Syndrom muss noch weiter vorangetrieben werden.

Bei der Umfrage wurde deutlich, dass die einzelnen Länder das Problem unterschiedlich handhaben. In Österreich betreiben 46 Prozent aller Unternehmen mit mehr als 100 Mitarbeitern Burnout-Prävention. Damit hat Österreich die Nase vorn. In Deutschland sind es 40 Prozent, das Schlusslicht bildet die Schweiz mit 24 Prozent. Allgemein zeigte sich, je größer der Betrieb, desto aktiver sind Unternehmen bei der Burnout-Prävention.

Auch wenn es um die Schulung von Führungskräften und Mitarbeitern in Hinblick auf Burnout geht, liegt Österreich vorne: 61 Prozent der Betriebe bemühen sich um eine Sensibilisierung durch Aufklärung. In Deutschland tun dies nur 58 Prozent, in der Schweiz 49 Prozent.

Was die grundsätzliche Burnout-Gefährdung betrifft, sind die meisten Unternehmen sehr entspannt: Lediglich ein Viertel der Führungskräfte sieht ein Burnout-Risiko bei den Mitarbeitern. Dabei schätzen 20 Prozent die Gefahr als eher hoch, vier Prozent sogar als sehr hoch ein. Alle anderen Betriebe gaben an, dass das sie die Wahrscheinlichkeit, dass Mitarbeiter ein Burnout-Syndrom entwickeln, für gering halten.

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