Erschöpfungsdepression – wenn fehlende Erholung krank macht

Nicht der Streß macht uns krank, sondern die auf Dauer fehlende Erholung. Psychische Leiden werden in der Medizin manchmal nicht als Krankheit angesehen. Viel schlimmer noch: Die Gesellschaft versucht, eine schwere Erschöpfung entweder unter den Teppich zu kehren oder sie gar als Schwäche abzustempeln. Die Betroffenen sind aber nicht schwach, sondern vielmehr überlastet. Eine Folge von Leistungs- und Zeitdruck sowie zu wenig Erholungszeiten ist die sogenannte Erschöpfungsdepression.

Erschöpfungsdepression – wenn fehlende Erholung krank macht

Wenn fehlende Erholung krank macht

Wenn fehlende Erholung krank macht – Fotolia © 40774280

Depressionen ernst nehmen

Die Erschöpfungsdepression steht in direktem Zusammenhang mit dem Beruf des Leidtragenden und wird auch Burnout-Syndrom genannt. Häufig entsteht diese Art der Depression durch ein Überengagement im Job, an dessen Ende völlige Erschöpfung und ein Gefühl des Ausgebranntseins steht. Betroffen sind häufig Menschen mit wenig Selbstbewusstsein und kaum Rückhalt, die durch ihre professionelle Kompetenz aufblühen und sich stark über ihren Beruf identifizieren. Die Erschöpfung betrifft jedoch nicht nur die berufliche Ebene der Person, sondern auch die Familie ebenso wie Freunde, Hobbys und die Nachtruhe.

Symptome der Erschöpfungsdepression

Dieses Ausgebranntsein ist fast nicht von echten Depressionen zu unterscheiden und daher unbedingt ernst zu nehmen. Symptome können von körperlicher wie von psychischer Art sein: Übelkeit, Schwindel, Verdauungsstörungen und Herzrasen sind nur einige der körperlichen Leiden der Betroffenen. Überdies sind folgende Beschwerden als Warnsignale zu verstehen:

  • Abgeschlagenheit, Müdigkeit und Mattigkeit über einen längeren Zeitraum hinweg
  • Überforderung, Überengagement, schließlich Traurigkeit ähnlich wie bei Depressionen;
  • Angstzustände, insbesondere im Hinblick auf die berufliche Zukunft;
  • Rückzug aus der Familie und dem Freundeskreis;
  • Vernachlässigung von „gesellschaftlichen Pflichten“ (zum Beispiel Hobbys oder Vereinsleben);
  • Vorgeben einer ausweglosen Situation, Hoffnungslosigkeit, Verzweiflung.




Als Therapie des Burnout-Syndroms ist Erholung empfohlen: Das kann ein langer Urlaub mit der Familie oder allein sein, eine Kur oder eine andere Möglichkeit, eine Auszeit vom Beruf zu nehmen. Auch eine Behandlung in einer Tagesklinik kann gute Ergebnisse erzielen.

Da das Burnout-Syndrom nicht als Krankheit klassifiziert wird, zahlen die Krankenkassen die Behandlungen nicht. Die Diagnose wird häufig als Zweitdiagnose gestellt. Therapiebedürftig ist dann beispielsweise ein Magengeschwür oder eine Stoffwechselerkrankung, die mit der Depression einhergeht. Eine Erschöpfungsdepression ist grundsätzlich heilbar, wenn sie früh genug erkannt und ernst genommen werden. Reagieren Sie daher rechtzeitig und seien Sie achtsam!

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