Leide ich unter einer Depression?

Eine Depression bzw. eine depressive Episode ist eine ernstzunehmende psychische Erkrankung, die sehr schwer verlaufen kann. Ein wichtiges Kennzeichen ist die Antriebslosigkeit der Betroffenen, die mit einer niedergedrückten Stimmung über eine längere Phase einhergehen kann, begleitet von Schlafstörungen oder körperlichen Symptomen. Nicht selten kann eine Depression auch mit Ängsten kombiert sein. Die Krankheit hat sehr unterschiedliche Gesichter und ist von Mensch zu Mensch sehr individuell gefärbt. Es gibt Hilfe gegen diese Erkrankung auch abseits pharmakologischer Mittel.

Wichtig: Eine Depression sollte stets professionell behandelt werden entweder durch einen Psychotherapeuten, einem Facharzt für Psychiatrie oder in einer Klinik in Form einer ambulaten oder teil-stationären Behandlung.

Wann ist eine Niedergeschlagenheit eine Depression?

Wann ist eine Niedergeschlagenheit eine Depression?

Niedergeschlagen sind Menschen aus verschiedensten, erklärbaren Gründen. Wenn diese Gründe nicht eindeutig festzustellen sind und der Mensch trotzdem extrem niedergeschlagen ist, schlecht schläft, in den Vormittagsstunden (bis 13.00 h MEZ) besonders leidet, Schwierigkeiten mit dem Essen und der Verdauung hat, unter Konzentrationsschwäche leidet und nur noch negative Urteile fällt, die überwiegend nicht begründet sind, liegt ganz offensichtlich eine depressive Symptomatik vor.

Feststellung der Depressionssymptome durch Selbsttest

Es gibt einige wirklich gute Selbsttests, mit denen sich eine depressive Symptomatik identifizieren lässt. Die depressiven Zustände werden damit nicht nur aufgedeckt, sondern auch quantifiziert. Das ist ziemlich bedeutsam. Wenn wir nur an den dominierenden Fakt der Antriebslosigkeit denken, so kann dieser alle möglichen Ursachen haben und sich in verschiedensten Formen zeigen. Teenager schlafen am Wochenende sehr gern sehr lange aus und wirken auf ihre Eltern dabei absolut antriebslos, jedoch sind sie deshalb noch lange nicht depressiv. In der WHO-Norm ICD 10 werden aber die maßgebenden Symptome in einer Depressionen-Skala erfasst. Die Hauptsymptome sind:

  • Antriebslosigkeit
  • psychische Niedergeschlagenheit
  • gedrückte Stimmung, „Weltschmerz“
  • Interessensverlust
  • Freudlosigkeit (Anhedonie)
  • Minderung von Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen
  • Drogenmissbrauch
  • Schlafstörungen
  • Ess- und Verdauungsstörungen
  • Konzentrationsmangel

Beim entsprechenden Depressionen-Selbsttest beantworten die Betroffenen Fragen nach ihrem Zustand mit den alternativen Möglichkeiten, dieser trete “selten oder nie“, “oft”, “manchmal” oder “meistens/immer“ auf. Ein Selbsttest liefert jedermann eine erste Auskunft darüber, ob er von einer depressiven Erkrankung betroffen ist, die es in verschiedenen Formen unter anderem als bipolare Störung (manisch-depressiv, in der Regel vererbt) gibt. Wichtige Fragen sind zum Beispiel die nach dem Befinden zu einer bestimmten Tageszeit, dem plötzlichen, unbegründeten Auftreten von Erschütterung (Weinen) und dem Verlauf/Genuss von Essen, Schlafen und Sex.

https://www.schoen-klinik.de/formulare/selbsttest

Wo gibt es Hilfe bei einer Depressions-Erkrankung?

Ein Selbsttest ist ein hilfreiches Mittel, jedoch ist ärztliche Hilfe bzw. therapeutische Hilfe im Rahmen einer Psychotherapie unumgänglich, denn eine Depressions-Erkrankung kann durch Suizid oder einen Unfall tödlich enden. Gewarnt sei ebenso vor der Selbstmedikation. Auch ein Arzt wird Medikamente nur mit „Augenmaß“ einsetzen, weil eine ausgewogene Lebensführung, das Vermeiden von schädlichem Stress und ein Erforschen von Ursachen in der individuellen Lebensgeschichte hilfreicher sind.

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