Leschs Kosmos – Burnout: Hysterie oder Epidemie?

Burnout: Hysterie oder Epidemie? – „Ich kann alles schaffen!“ – ein motivierender, aber zugleich gefährlicher Ausruf. Schließlich ist übersteigerte Leistungsbereitschaft nicht selten der Auslöser des gefürchteten Burnout-Syndroms. Gerade in einer frühen Phase der psychischen Erkrankung scheinen Betroffene nur so vor Energie und Motivation zu strotzen. Freiwillige unbezahlte Mehrarbeit, Hyperaktivität, die Verdrängung von Misserfolgen und das ständige Gefühl, unentbehrlich zu sein, treiben sie an ihre körperlichen Grenzen.

Burnout: Hysterie oder Epidemie?

Burnout: Hysterie oder Epidemie?

Burnout: Hysterie oder Epidemie? – Fotolia © Robert Kneschke

Doch das anfängliche Überengagement weicht schnell einer reduzierten Leistungsbereitschaft. Der Patient verzehrt sich nach Anerkennung. Bleibt ihm diese verwehrt, nimmt er eine Haltung der Resignation ein, die sich in einem Gefühl der mangelnden Wertschätzung, schwindendem Idealismus sowie emotionaler Kälte und Zynismus bemerkbar macht. An die Episode der Wut schließt eine Phase der emotionalen Hilflosigkeit und Ohnmacht an. Die Erkenntnis macht sich breit, dass die eigene Lebenssituation nicht den persönlichen Vorstellungen entspricht. Schuld sind dabei entweder Umweltfaktoren (externale Attribution) oder aber man selbst (internale Attribution). Doch trotz aller wissenschaftlichen Befunde wird das Volksleiden noch immer als Modeerkrankung abgestempelt. Ob es sich bei Burnout tatsächlich um einen neuzeitlichen Hype oder aber um eine ernstzunehmende Bedrohung handelt, klärt „Leschs Kosmos“.

TV-Beitrag: Leschs Kosmos – Burnout: Hysterie oder Epidemie?
Sender: ZDF info
Sendetermin: 27.03.2017, 07:15 Uhr

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