Ab wann bin ich burnoutgefährdet?

Ab wann gilt man eigentlich als burnoutgefährdet? Zunächst kann gesagt werden, dass Personen, die voll in ihrem Beruf aufgehen und dafür „brennen“, bereit sind alles dafür zu geben, eher gefährdet sind ein Burnout-Syndrom zu entwickeln. „Nur jemand, der einmal entstammt war, kann auch ausbrennen!“ (Pines , Aronson & Kafry, 1985). Häufig haben die Betroffenen selbst kein „Gefühl“ mehr für die ersten Burn-Out-Warnsignale. Obwohl es den Angehörigen (Familie, Partner, Freunde, Arbeitskollegen, usw.) deutlich auffällt, weisen die Burn-Out-Betroffenen diese ersten Signale deutlich von sich.

Erste Burnout-Warnsignale können sein:

    • Einschlaf- oder Durchschlafstörungen
    • seichter, nicht erholsamer Schlaf
    • Gefühl von Energielosigkeit
    • Lustlosigkeit
    • Stimmungsschwankungen
    • Angst/Panikattacken
    • Sozialer Rückzug

Im Zuge des sozialen Rückzugs flüchten sich viele Burnout-Betroffene in die Sucht. Der Konsum von Alkohol wird zunächst als Entspannungsfördernd wahrgenommen. Der regelmäßige und vermehrte Alkoholkonsum jedoch fördert depressive Verstimmungen. Nicht selten ist die Folge davon Suizid-Gedanken.

Bin ich burnoutgefährdet?

Je häufiger Sie einen der folgenden Punkte mit „JA“ beantworten können, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass man bereits einem Burnout-Syndrom leidet:

    • Ich habe keine Freude mehr daran, etwas zu unternehmen
    • Ich ziehe mich immer mehr von meinem sozialen Umfeld zurück
    • Ich leide vermehrt unter Vergesslichkeit und Konzentrationsschwäche
    • Ich fühle mich energielos und habe das Gefühl „gegen Mühlen zu laufen“
    • Ich empfinde oft einen starken Widerwillen, täglich zur Arbeit zu gehen
    • Ich kann am Abend oft nicht richtig abschalten und grüble ständig
    • Ich brauche immer mehr Zeit, mich zu erholen
    • Ich nehme häufig die Probleme der Arbeit mit nach Hause
    • Ich fühle mich seit mehr als sechs Monaten ausgebrannt

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