Burnout durch ständige Erreichbarkeit

In Zeiten von Corona und Kontaktverbot sind ständige Erreichbarkeit dank der eindeutigen Vorteiler digitaler Hilfsmittel, selbstverständlich. Wir sind dankbar und froh, auch in diesen schwierigen Zeiten der Arbeit – ohne direkten Kontakt ausgesetzt sein zu müssen – via Homeoffice nachgehen zu können. Aber Achtung, diese Art der Arbeit von Zuhause aus hat seine Tücken, wenn wir nicht besonders penibel zwischen Arbeits- und Freizeit achten!

Überlastungen durch ständige Erreichbarkeit

ständige Erreichbarkeit

Burnout durch ständige Erreichbarkeit – Fotolia #73573869

Insgesamt gilt Burnout als typische Erscheinung, als Erkrankung und Spiegel unserer modernen Gesellschaft. Wir erleben von allen möglichen Seiten neue Belastungen die wie dauerhafter Stress auf uns wirken: Ängste, Unsicherheiten, Arbeitslosigkeit, finanzielle Sorgen oder hohe Anforderungen im Arbeitsleben. Mit ständigen Sorgen, anhaltender Anspannung und Existenzängsten steigt jedoch die Gefahr, dass die Psyche nachhaltig leidet und mit schwerer Erschöpfung reagiert: Sackgasse Burnout vorprogrammiert. Kritisch wird es immer dann, wenn wir von Stress und Pflichten keinen Abstand mehr gewinnen können, um uns zu erholen. In einer Zeit, in der wir Dank diverser Kommunikationsmittel nahezu ständig für unsere Mitmenschen verfügbar sind, ist es darum umso wichtiger, sich persönliche Freiräume zu schaffen, in denen man nicht beliebig abrufbar ist.


Smartphones steigern Stress

Smartphones haben in den letzten Jahren enorm an Verbreitung gewonnen. Da mit Smartphones jederzeit nicht nur Kurznachrichten und Anrufe sondern auch e-Mails abgerufen werden können, hat sich die berufliche Erreichbarkeit für viele Menschen bis in die Freizeit ausgeweitet. Wer rund um die Uhr für alles und jeden erreichbar bleibt, verstärkt sein Stressrisiko jedoch erheblich. Die Zeit, die eigentlich für Erholung und Privatleben vorgesehen ist, wird nun von der ständigen Erinnerung an Pflichten durchzogen.

Darüber hinaus kommt noch sozialer Druck im Familien- und Freundeskreis hinzu. Während wir früher, wenn wir nicht ans Telefon gegangen sind, gerade halt einmal nicht verfügbar waren, erwartet man heute selbstverständlich von uns, dass wir auf Anrufe und Textnachrichten innerhalb kurzer Zeit reagieren. Schließlich sind wir doch jederzeit mit unserem Smartphone online.

Einfach mal abschalten

Wo die Freude an der Kommunikation endet und der Frust beginnt, muss natürlich jeder für sich selbst herausfinden. Aber gerade diejenigen, die ohnehin schon viel um die Ohren haben, tun sich vielleicht einen Gefallen damit, alle Kommunikationsmittel für begrenzte Zeit abzuschalten. Am nächsten Morgen können Sie dann erholt wieder das e-Mail-Postfach kontrollieren und nachschauen, ob Sie auf Facebook überhaupt etwas verpasst haben.

Spielregeln vereinbaren

Besonders heikel ist die Situation immer dann, wenn Erreichbarkeit aus beruflichen Gründen wichtig ist. Chefs tun ihren Mitarbeitern daher etwas Gutes, indem klare Regeln für den Umgang mit Firmenhandys aufgestellt werden. So kann man sich beispielsweise darauf einigen, dass Anrufe nach Feierabend nur bis zu einer bestimmten Uhrzeit zulässig sind oder Kollegen an den Wochenenden abwechselnd ihr Telefon komplett ausgeschaltet lassen können. Doch auch für Familien lohnen sich kleine Rituale, die die mediale Dauerkommunikation reduzieren. Beispielsweise schadet es niemandem, wenn während des Abendessens für eine Stunde nur die Mailbox Anrufe annimmt. Ganz wagemutige Zeitgenossen bleiben sogar bewusst ein ganzes Wochenende „offline“ und gönnen sich zwei ganze Tage störungsarmer Freizeit.

Achten Sie auf ausreichend Bewegung, gesunde Ernährung, Psychohygiene und Schlaf!

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