Burnout im Öffentlichen Dienst: Bayerischer Beamtenbund will´s wissen

Wie hoch ist die Burnout-Gefahr im öffentlichen Dienst? Wie groß ist das Risiko des Einzelnen und wie sieht die Situation im Gesamtbild aus? Muss sich gegebenenfalls etwas im Arbeitsumfeld verändern? Um dieser Frage auf den Grund zu gehen, erstellte der Bayerische Beamtenbund (BBB) einen Online-Test. Auf der BBB-Homepage wurde nun der so genannte BBB-Stressmonitor installiert. Nach Auswertung der gesammelten Informationen soll analysiert werden, ob und wo allgemeine Umgestaltungen notwendig sind. 
Phasen von Stress kennt jeder Arbeitnehmer. Auch vor Beamten macht zeitweise erhöhter Druck bei der Arbeit nicht halt. Dies ist in der Regel jedoch nicht weiter gesundheitsgefährdend. Doch manchmal liegt es nicht an Stress-Phasen oder dem Einzelnen, der vielleicht übereifrig und perfektionistisch ist. Stimmen die Rahmenbedingungen nicht oder nicht mehr, ist Dauerstress vorprogrammiert, der zu Burnout führen kann. In zahlreichen Unternehmen ist dies tägliche Realität.

Mithilfe des BBB-Stressmonitors kann jeder Beschäftigte anhand eines anonymen Online-Fragebogens in wenigen Minuten seinen persönlichen Stresslevel herausfinden. Auch Handlungsempfehlungen zur Stressvermeidung werden dabei gegeben und die Einzelnen im Umgang mit psychischer Belastung sensibilisiert und gestärkt. Der Test wurde speziell für den öffentlichen Dienst entwickelt.

Alle Daten werden anonym gesammelt und anschließend ausgewertet, um ein differenziertes Gesamtbild der Gefährdungssituation am Arbeitsplatz „öffentlicher Dienst“ zu erhalten. Problembereiche und Handlungsbedarf sollen konkret identifiziert und notwendige Maßnahmen geplant und eingeleitet werden. Die Erhebung macht nicht zuletzt deshalb Sinn, da im öffentlichen Dienst – anders als bei den Krankenkassen – Krankheitsgründe aufgrund von datenschutz- und personalaktenrechtlichen Vorschriften nicht erfasst werden.

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