Burnout: Zeit ist relativ, Planung zählt!

Das Leben wird immer schneller. Immer mehr Möglichkeiten, aber damit auch immer mehr Entscheidungen und Aufgaben kommen auf uns zu. Flexibilität, Multitasking und die große Kunst, in unsicheren Situationen Ruhe zu bewahren, sind sehr gefragt. Eine Familie mit zwei berufstätigen Eltern beispielsweise muss gut organisiert sein. Langsam leben und Freizeit genießen – das ist dann schwierig.

Die große Burnout-Gefahr lauert auf alle, die zu viel wollen und dabei übersehen, dass der Tag nur 24 Stunden hat. Wer immer mehr in dieselbe Zeit hineinplant, erlebt einen unglaublichen Geschwindigkeitsdruck. Dieser lässt sich häufig nicht mehr stoppen – nicht zum Feierabend und nicht im Urlaub. Die Betroffenen brennen aus.

Experten raten vielfach zu einer ausgeglichenen Work-Life-Balance, zu Entschleunigung und Downshifting sowie dazu, Freizeit als „quality time“ zu gestalten. Doch schon der Begriff Freizeit ist im Grunde irreführend, da freie Zeit nicht existiert. Davon abgesehen ist es heutzutage in der Regel nicht möglich, Aufgaben einfach zu streichen, ohne den Arbeitsplatz, das persönliche Auskommen oder die Beziehungen zu Freunden und Familie zu gefährden. Das wichtigste Ziel muss vielmehr sein, eine gute Koordination und Synchronisation der anstehenden Aufgaben zu erreichen. Nur so lässt es sich verhindern, zu viel in die vorhandene Zeit hineinzupacken.

Übrigens: Es gibt auch Menschen, die die beschleunigte Zeit durchaus als Glück empfinden können. Sie haben ihren Beruf zu ihrer Passion gemacht. Sie beantworten E-Mails nach Feierabend, lesen im Kurzurlaub Fachbücher und begnügen sich damit, nur am Wochenende die Familie zu sehen. Sie sind anscheinend resistent gegen Stress und haben vielmehr in der Beschleunigung ihre persönliche Glücksformel gefunden.

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