Eigendiagnose bei Burnout: Selbsttest für eine erste Einschätzung

Ist mein Stresslevel wirklich so hoch oder bin ich einfach nur weniger belastbar als andere? Stehe ich tatsächlich unter Druck oder habe ich eher positiven Stress? Wann muss ich mich zurücknehmen, um keinen Burnout zu erleiden? Diese und ähnliche Fragen bewegen zahlreiche Arbeitnehmer in Deutschland und Europa.

Ein Selbsttest kann in diesem Fall einen ersten objektiven Eindruck vermitteln und die Entscheidung erleichtern, ob man ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen sollte oder vielleicht nur wieder einmal ein paar Tage Urlaub benötigt. Einen Selbsttest finden Sie hier: Burnout-Test.

Selbsttests arbeiten in der Regel mit einem Punktesystem. Abgefragt werden verschiedene mögliche Stressfaktoren mit unterschiedlicher Stressintensität. Dabei kann es sich um persönliche Schicksalsschläge wie den Tod eines Familienmitglieds, Jobverlust oder eine schwere Erkrankung handeln, aber auch um an sich erfreuliche Veränderungen wie Heirat, die Geburt eines Kindes oder großer beruflicher Erfolg. Weitere relevante Aspekte sind Symptome wie beispielsweise anhaltende Müdigkeit, depressive Verstimmungen, Magen-Darm-Beschwerden, Rückenschmerzen und Schlafprobleme. Wichtig ist, bei der Beantwortung der Fragen so ehrlich wie möglich zu sein.

Nach Auswertung der Angaben bekommen die Teilnehmer ein Ergebnis mitgeteilt. Es enthält neben der Einschätzung der persönlichen Problematik meist auch Tipps zum Umgang mit der augenblicklichen Situation im jeweiligen beruflichen und privaten Umfeld. Je differenzierter der Test arbeitet, je mehr Aspekte er berücksichtigt und je individueller die Antwortmöglichkeiten sind, desto genauer ist eine Einschätzung des persönlichen Burnout-Risikos möglich.

Doch Vorsicht: Selbsttests ersetzen niemals einen Arztbesuch. Wer sich nicht direkt an einen Psychologen wenden möchte, kann sich auch zunächst dem Hausarzt anvertrauen. Dank der hohen medialen Präsenz des Themas Burnout können heutzutage auch Allgemeinmediziner die entsprechenden Schritte in die Wege leiten und gegebenenfalls eine Überweisung zu einem Psychotherapeuten veranlassen.

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