Entspannung: Zeit für mich allein

Freizeit ist für jeden Menschen wichtig, um den Alltagsstress abzuschütteln. Jedoch kommt es nicht nur auf die Regelmäßigkeit an, mit der wir uns eine Auszeit gönnen, sondern auch darauf, wie wir diese verbringen. Dabei ist einerseits ein gesunder Mittelweg (stimmig) zwischen Ruhe und Aktivität entscheidend. Andererseits trägt aber auch die Frage, ob wir unter lieben Menschen oder ganz mit uns allein sind, maßgeblich zum Stressabbau bei.

Einsam und allein?

Allein zu sein bedeutet für viele Menschen im ersten Moment etwas Negatives. Als soziale Wesen haben wir ein ausgeprägtes Bedürfnis, Teil einer Gruppe zu sein und stabile Beziehungen zu anderen einzugehen. Doch Alleinsein und Einsamkeit sind zwei verschiedene Zustände. Während das Alleinsein die Abwesenheit anderer Menschen beschreibt, ist das Gefühl der Einsamkeit von der An- oder Abwesenheit anderer unabhängig. Auch in einer großen Gruppe können wir uns einsam fühlen, weil wir beispielsweise niemanden kennen oder uns unverstanden und ausgegrenzt fühlen.

Warum ist Alleinsein wichtig für Entspannung?

Im Alltag vergessen viele Menschen sich selbst. Für sie ist es daher wichtig, den Zustand des Alleinseins von Zeit zu Zeit bewusst herzustellen. Nur das zu tun, wozu man selbst gerade Lust hat, oder den eigenen Gedanken ganz ungefiltert nachhängen zu können, tut der Seele gut. Besonders in der Ära der allumfassenden mobilen Erreichbarkeit ist ungestörtes Loslassen und Entspannen etwas, das vielen Menschen fehlt. Doch gerade durch die Gewissheit, dass Störungen ausbleiben, tritt echte Entspannung ein.

Ein eigenes Zimmer

Zugegeben, ein eigenes Zimmer zu haben, ist für die meisten Menschen, die mit einem Partner oder ihren Kindern zusammenleben, echter Luxus. Wer den Wohnraum dafür hat, sollte sich aber vielleicht Gedanken machen, ob ihn ein solcher Rückzugsraum glücklich machen würde. Dabei geht es nicht einmal um viel Platz im Sinne der Quadratmeterzahl, sondern vielmehr um Raum für sich selbst, in dem man schalten und walten kann, wie man will, ohne Rücksicht auf andere nehmen zu müssen.

Pausen planen und einhalten

Geforderte Menschen, die tagsüber viel zu erledigen und zu erfüllen haben, profitieren oftmals von einem Lebensrhythmus mit festen Pausen. Beispielsweise könnte eine Mutter von Schulkindern den Morgen so planen, dass sie sich prinzipiell noch eine Tasse Kaffee in aller Ruhe gönnt, nachdem die Kinder auf dem Schulweg sind. Erst nach diesem Zeitfenster für sie allein, beginnt dann der weitere Vormittag. Der Vorteil solcher immer wiederkehrender Rituale liegt darin, dass wir sie bald als selbstverständlich annehmen. Besonders gestressten und belasteten Personen fällt es leichter, regelmäßige kurze Pausen ohne Druck oder schlechtes Gewissen zu nutzen. Allerdings müssen diese Zeiten auch konsequent eingehalten werden, um den Tag nachhaltig zu entschleunigen.

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