Neue Studie: Kita-Angestellte im Stress

Schon länger ist bekannt, dass der Job in einer Kita nicht immer ein Kinderspiel ist und dass viele Erzieher burnoutgefährdet sind. Eine neue Studie der Katholischen Hochschule Nordrhein-Westfalen, die Ende 2012 mit 830 Erzieherinnen und Erziehern durchgeführt wurde, enthüllt nun alarmierende Zahlen: Fast jeder fünfte Kita-Mitarbeiter ist akut von Burnout bedroht.

Nach Auswertung der Daten zeigte sich: Rund jeder fünfte Befragte (18,9 Prozent) fühlt sich in seinem Beruf extremem Stress ausgesetzt und trägt ein hohes Risiko, ein Burnout Syndrom zu entwickeln. Mehr als jeder vierte Erzieher (27,4 Prozent) gab an, dass ihn die Arbeit oft überfordert und er sich Sorgen macht, den Arbeitsalltag nicht gut zu bewältigen. Die Überforderung artet dabei häufig in Mehrarbeit aus: 32,8 Prozent der Studienteilnehmer schuften über den Feierabend hinaus, um die Anforderungen erfüllen zu können. Etwa 25 Prozent der Befragten sagen weiterhin aus, dass ihnen inzwischen die Freude am Beruf teilweise verloren gegangen ist.

Hauptgrund für den hohen Stresslevel ist die schlechte Personalsituation in vielen Kitas. Bei einer dünnen Personaldecke stehen die Erzieher ständig unter Zeitdruck und sind zu Multitasking gezwungen. Weitere Ursachen für die psychische Belastung in Kitas sind schlechte Kommunikation und mangelnde Transparenz in organisatorischen Abläufen sowie das Gefühl, für die Arbeitsleistung nicht entsprechend gewürdigt zu werden. Für eine umfassende und langfristig wirksame Burnout-Prävention ist daher unverzichtbar, dass das ganze Team gut zusammenarbeitet und maßgeblich vom Träger unterstützt wird.

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