Wie Führungskräfte gegen Burnout aktiv werden können

In manchen Unternehmen ist die Welt noch in Ordnung: Die Mitarbeiter fühlen sich motiviert, aber nicht überfordert, gewertschätzt und erleben ein positives Arbeitsklima. Dennoch macht sich auch dort häufig schon eine schleichende Wende bemerkbar: Um wettbewerbsfähig zu bleiben, muten Arbeitsgeber ihren Mitarbeitern immer mehr Aufgaben zu. In der kollektiven Überforderung bricht das System dann zunächst an den schwächsten Stellen, später fast überall zusammen. In diesem Fall kommt Führungskräften eine besonders wichtige Rolle zu. Sie sind gefragt, sowohl sich selbst als auch ihre Mitarbeiter vor dem drohenden Kollaps zu schützen.

Folgende Tipps haben Experten für Führungskräfte auf Lager:

    • Selbstbeobachtung: Achten Sie auf die eigene psychische Gesundheit! Wer selbst im Strudel von Stress und Demotivation versinkt, bemerkt auch nicht mehr, was bei den Mitarbeitern vor sich geht. Kurzum, es geht darum, sich seiner Vorbildfunktion bewusst zu sein und an die psychische Gesundheit der Kollegen zu denken.
    • Achtsamkeit: Achtsamkeit ist nicht nur ein Zauberwort aus der buddhistischen Lehre, sondern ein unabkömmlicher Faktor in der modernen Arbeitswelt geworden. Führungskräfte müssen achtsam sein und auch die Mitarbeiter anleiten, einander im Blick zu haben.
    • Work-Life-Balance: In Sachen Work-Life-Balance müssen auch Sie als Führungskraft ein Zeichen setzen. Wer bis Mitternacht im Büro ist, setzt damit auch indirekt die Kollegen unter Druck. Vielmehr sollten Führungskräfte die Erholungsprozesse ihrer Mitarbeiter aktiv unterstützen.
    • Gespräche: Regelmäßige vertrauensvolle Gespräche und Befragungen können helfen, bei Mitarbeitern Anzeichen von Burnout aufzudecken und rechtzeitig zu intervenieren. Dabei sollten Mitarbeiter suboptimale Bedingungen angstfrei ansprechen dürfen.
    • Struktur: Arbeit muss strukturiert werden, damit jeder mit seinen Stärken zur Zielerreichung beitragen kann. Dazu gehört auch, als Führungskraft Prioritäten zu setzen und Mitarbeiter anzuleiten, selbst zu priorisieren und auch zu delegieren.
5 (100%) 1 vote

2 Gedanken zu “Wie Führungskräfte gegen Burnout aktiv werden können

  1. Guten Tag! Ich glaube es ist sehr wichtig eine mittlerweile zur Volkskrankheit gewordenes Syndrom möglichst früh zu erkennen und mit den Betroffenen zu sprechen. Es wäre natürlich gut, wenn das ein Vorgesetzer auch gleich erkennen würde und einen sensibel darauf anspricht. Es wäre wünschenswert, dass sich die Chefs was einfallen lassen. Letztlich käme das allen Beteiligten zu gute!

    Lieben Gruß

    Dennis

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.