Burnout mit Traditioneller Chinesischer Medizin (TCM) behandeln

In der TCM wird das Burnout-Syndrom als Störung von Herz, Leber und als eine Erschöpfung der Nieren-Energie verstanden. Am Anfang stehen vorwiegend Magen-Darm-Probleme, Atembeschwerden, Herz-Kreislauf-Probleme, Verspannungen, Rückenschmerzen, Kopfschmerzen, Schlafstörungen, Essstörungen, Tinnitus, Schwindel oder Augenprobleme. Für diese Beschwerden ist in der TCM die Leber verantwortlich, die für den freien Fluss der Lebensenergie Qi sorgen muss. Gerät das Gleichgewicht von An- und Entspannung langfristig außer Kontrolle, kommt es zudem zur Verausgabung und zu einer Erschöpfung der Nieren-Energie. Zwischenmenschliche Schwierigkeiten, Ängste und Depressionen hingegen sind häufig Probleme des Herzens.

Womit die TCM vielen Burnout-Patienten weiterhelfen kann, ist die ganzheitliche Herangehensweise. Eine Trennung von Körper, Geist und Seele findet nicht statt. Seelische Probleme werden in den meisten Fällen natürlich angesprochen, doch die Behandlung erfolgt über den Körper, der sozusagen als Spiegel der Seele und der empfundenen Probleme gilt.

Je nach Phase des Burnouts können die Heilmethoden in unterschiedlicher Gewichtung angewendet werden. Sind die Patienten eher getrieben, hyperaktiv und neigen zur Rastlosigkeit, steht Akupunktur an erster Stelle. Sie soll das überschüssige Yang senken. Mithilfe der Tuina-Behandlung oder Schröpfmassagen werden zudem Muskeln und Sehnen gelockert und Verspannungen gelöst. Neben der Therapie sind Ruhepausen und ein ausreichender Schlaf  von großer Bedeutung. Leiden die Betroffenen hingegen unter Ängsten und großer seelischer Anspannung und neigen sie zum sozialen Rückzug, wenden Therapeuten eine Kombination von Akupunktur und Kräutertherapie an. Die Kräuter sollen dabei Herz und Nieren, deren Funktion in diesem Stadium beeinträchtigt sein kann, stabilisieren. Klagen die Patienten zudem über verminderte Leistungsfähigkeit und neigen sie zur Isolation, zielt die TCM vorwiegend darauf ab, dem Körper Energie zuzuführen. Dies geschieht durch eine Kombination aus Kräutertherapie und einem bestimmten Ernährungskonzept. Zur ergänzenden Selbstbehandlung empfehlen sich Ruhepausen, ausreichend Schlaf, Ausdauersport sowie der Verzicht auf Alkohol, Nikotin und nährstoffarme Lebensmittel wie Fertiggerichte.

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