Burnout-Therapie: Klinische Behandlungskonzepte gegen das Ausgebranntsein

Stress scheint immer mehr ein ganz normaler Bestandteil unseres Alltags zu werden. Doch wie er verarbeitet wird – darin unterscheidet sich jeder von uns. Damit ist Stress nicht die alleinige Ursache von Burnout, sondern auch unsere Wahrnehmungsmuster und Denkprozesse haben großen Einfluss auf die psychische Belastung im Alltag.

Je nach dem, wie stark das Burnout-Syndrom ausgeprägt ist und welcher Patiententyp man ist, kommen unterschiedliche Behandlungsmöglichkeiten infrage. Eine Möglichkeit ist eine ambulante Psychotherapie, beispielsweise eine Verhaltenstherapie oder Psychoanalyse. Sie kann helfen, den Ursachen von Gefühlen und Wahrnehmungsmustern auf den Grund zu gehen und neue Reaktionen auf stressverursachende Reize zu trainieren.

Häufig ist es jedoch so, dass dies allein nicht genügt. Dann muss sich der Patient aus seinem aktuellen sozialen und beruflichen Umfeld herausnehmen, um zur Ruhe zu kommen und neu zu erlernen, wie er die Seele baumeln lassen kann.

Die erste Option ist ein Aufenthalt in einer Kurklinik. Eine Kur dient insbesondere der Burnout-Prävention. Nimmt man die ersten Warnsignale und körperlichen Burnout-Symptome ernst, findet man in Kurkliniken ein ruhiges Ambiente und die Distanz zum Alltagsstress. Während des mehrwöchigen Aufenthalts können beispielsweise  Entspannungstechniken und eine genussvolle, ausgewogene Ernährung erlernt werden. So schaffen es die Patienten, sich zu entspannen und die eigenen Bedürfnisse wieder in den Fokus zu rücken.

Die zweite Möglichkeit ist ein Aufenthalt in einer Burnout-Klinik. Hier finden Patienten, die bereits länger an Burnout leiden und gegebenenfalls auch schwerwiegender psychosomatisch erkrankt sind, die richtigen Ansprechpartner. Vielfältige psychotherapeutische Konzepte, eine medikamentöse Einstellung, Beratung von Angehörigen und Hilfe bei der Wiedereingliederung in den Alltag sind Teile des Behandlungsspektrums.

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