Burnout.info

Burnout-Therapie: Wann zahlt die Krankenkasse?

Bei bestehendem Burnout-Syndrom nehmen zahlreiche Betroffene medizinische Hilfe in Anspruch. Die erste Anlaufstelle ist dabei der Hausarzt, der eine Überweisung an einen Spezialisten, zum Beispiel einen Psychotherapeuten oder einen Psychiater, ausstellt. Alternativ können Patienten auch selbstständig nach Therapeuten suchen. Das kann einige Wochen dauern, da Psychotherapeuten in der Regel stark ausgebucht sind.

Beim Psychotherapeuten findet zunächst ein Erstgespräch statt, bei dem der Patient sich Informationen einholt und einen persönlichen Eindruck vom Therapeuten gewinnt. Dieses Gespräch dauert in der Regel zwischen 30 bis 50 Minuten und ist – abhängig vom jeweiligen Psychotherapeuten – kostenpflichtig oder kostenfrei. Sobald sich der Burnout-Betroffene für eine Therapie entscheidet, stellt sich allerdings die Frage nach einer Kostenübernahme durch die Krankenkassen.

Wann zahlt die Krankenkasse?

Ob diese möglich ist, hängt von bestimmten Psychotherapierichtlinien ab. Bei diesen Richtlinien handelt es sich um eine Vereinbarung, die zwischen den Krankenkassen und den Kassenärztlichen Vereinigungen besteht und die die Bedingungen der Kostenübernahme regelt. Grundsätzlich verhält es sich so, dass nur die Kosten für Verhaltenstherapie, Psychoanalyse und tiefenpsychologische Verfahren getragen werden, denn diese Therapieformen gelten als anerkannt. Das heißt nicht, dass andere Therapieformen nicht wirken oder individuell sogar empfehlenswerter sind.

Entspricht die jeweilige Psychotherapie den Therapierichtlinien, übernehmen die Krankenkassen die Kosten – allerdings nur, wenn sie zur Behandlung von psychosomatischen oder psychischen Krankheiten dient. Bei einem Burnout-Syndrom werden die Behandlungskosten in den meisten Fällen übernommen, da die Patienten in der Regel sowohl unter psychischen als auch körperlichen Symptomen leiden. Gehen die Ziele der Therapie darüber hinaus, muss der Patient die Kosten dafür selbst tragen.

Sobald der Patient sich für eine entsprechende Therapie entschieden hat, stellt der Therapeut bei der Krankenkasse einen Antrag auf Kostenübernahme. Privatpatienten sollten sich vor Beginn der Behandlung am besten zunächst eine schriftliche Zusage für die Übernahme der Kosten ausstellen lassen.

Die mobile Version verlassen