Burnout-Syndrom: Was können Angehörige tun?

Ein Burnout ist nicht nur für die Betroffenen schwierig. Auch Angehörige, Freunde und Familie des Patienten kann dieser Zustand der vollständigen Erschöpfung enorm belastend sein. Häufig fällt es ihnen schwer, nachzuvollziehen, warum es dem Familienmitglied so schlecht geht. Sie müssen sehr viel Geduld und Einfühlungsvermögen aufbringen und zugleich akzeptieren, dass sie dem geliebten Menschen oftmals nur eingeschränkt weiterhelfen können. Da alle Betroffenen verschieden sind, gibt es auch keine Patentlösung für Angehörige. Dieser Artikel kann Ihnen jedoch Anstöße geben, um im Umgang mit einem am Burnout-Syndrom erkrankten Menschen sicherer zu werden.

Burn-Out? Was können Angehörige tun?

Burn-Out - Was können Angehörige tun? -

Burn-Out – Was können Angehörige tun? – Fotolia © Photographee.eu

Geduldig sein

Haben Sie im Umgang mit dem Burnout-Patienten Geduld. Erwarten Sie nicht, dass er gesprächsbereit ist oder auf gut gemeinte Vorschläge eingeht. Viele Betroffene fühlen sich in solchen Situationen schnell unter Druck gesetzt. Sie müssen Ihrem Angehörigen nicht unbedingt Lösungswege aufzeigen. Am wichtigsten ist es, den Kontakt nicht abbrechen zu lassen, gut zuzuhören und zu signalisieren, dass Sie immer für den Betroffenen da sind.

Bestärken und motivieren

Burnout-Patienten haben häufig große Selbstzweifel. Sie fühlen sich unfähig und wertlos. Daher sollten Sie jede Gelegenheit nutzen, Ihr Gegenüber an seine Erfolge zu erinnern und konkret zu loben. Zeigen Sie dem Betroffenen, dass Sie ihn gern haben und wertschätzen. Respektieren Sie, dass er sich gerade kraftlos fühlt und versuchen Sie ihn zur Aktivität zu motivieren anstatt ihn zu drängen. Gemeinsame Unternehmungen können viel dazu beitragen, dass ein Burnout-Patient wieder mehr Freude am Leben empfindet.

Sich informieren

Das Burnout-Syndrom ist eine vielfältige Krankheiten, die nicht leicht zu verstehen ist. Daher ist es ratsam, dass Sie sich gut informieren. Viele Menschen fühlen sich durch mehr Wissen weniger hilflos. Vielleicht gibt es die Möglichkeit, den Betroffenen einmal zu einem gemeinsamen Gespräch mit dem Therapeuten zu begleiten oder eine Selbsthilfegruppe für Angehörige von Burnout-Patienten zu besuchen.

Professionelle Hilfe annehmen

Einen Burnout-Patienten in der Familie zu haben, kann ein enorm belastender Zustand sein. Deshalb ist es sehr wichtig, dass Sie gut auf sich selbst achtgeben. Bitte glauben Sie nicht, dass Sie keine Schwäche zeigen dürfen, weil es dem anderen so schlecht geht. Gönnen Sie sich Rückzugsmöglichkeiten und Auszeiten, um sich zu erholen. Eventuell ist es sogar ratsam, dass auch Sie sich professionelle Unterstützung holen, damit Ihre eigenen Bedürfnisse nicht auf der Strecke bleiben.



Jetzt bewerten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.