Entspannungsmethoden gegen Burnout

Wer unter großer Anspannung steht, braucht manchmal Hilfe dabei, sich wieder dauerhaft zu entspannen. Dafür stehen diverse Entspannungsmethoden, die meist recht leicht zu erlernen sind, zur Auswahl. Sie verhelfen nicht nur zu einer verbesserten Selbstwahrnehmung und erhöhter Stressresistenz, sondern können auch körperliche Beschwerden effektiv lindern. Besonders sinnvoll haben sich Entspannungsmethoden für Burnout-Patienten bei schmerzhaften Verspannungen und Spannungskopfschmerzen, Ängsten und Schlafstörungen erwiesen. Dieser Artikel skizziert kurz vier bekannte Methoden, die Ihnen zu mehr Ruhe und Ausgeglichenheit verhelfen können.

Entspannungsmethoden gegen Burnout

Entspannungsmethoden gegen Burnout

Entspannungsmethoden gegen Burnout – Fotolia © MH

Autogenes Training

Das Autogene Training gehört zu den wohl bekanntesten Entspannungsmethoden und wurde in den frühen 1930er Jahren vom Psychiater Johannes Heinrich Schultz entwickelt. Die Technik ähnelt der Selbsthypnose und basiert auf besonders intensiver Selbstwahrnehmung. Sie gilt zwar als recht leicht zu erlernen, aber dennoch ist es ratsam, unter fachkundiger Anleitung zu arbeiten, um sich keine falsche oder schädliche Technik anzugewöhnen. Grundlage des Autogenen Trainings ist die sogenannte Autosuggestion, bei der der Übende eine Zielformel wie „Ich bin ganz ruhig“ so tief verinnerlicht, bis der körperliche Zustand tatsächlich eintritt.

Feldenkrais

Die Feldenkrais-Methode ist nach ihrem Entwickler Moshe Feldenkrais (1904–1984) benannt worden. Es handelt sich dabei um eine Entspannungstechnik, die das bewusste Bewegen lehrt und unter anderem auf der Kampfkunst Judo basiert. Hauptsächlich geht es beim Feldenkrais darum, schädliche Bewegungen durch gesunde und natürliche Bewegungsmuster zu ersetzen. Dabei erlernen die Übenden eine besonders aufmerksame Selbstwahrnehmung und können Verspannungen und Schmerzen, die durch Verletzungen oder fehlerhafte Körperbewegungen entstanden sind, abbauen. Durch die Schärfung des Bewusstseins für sich selbst, können besonders Burnout-Patienten darüber hinaus gezielt ihr emotionales Gleichgewicht stärken.

NIA (Neuromuscular Integrative Action)

Bei NIA handelt es sich um eine recht neue und moderne Methode aus den USA, die häufig in Fitness Studios angeboten wird. Sie verbindet asiatische Sportarten wie Tae Kwon Do und Tai Chi mit den westlichen Bewegungstechniken Aerobic und Stretching sowie Tanzelementen. Im Zentrum stehen individuelles Wohlbefinden und Vergnügen, sowie die sanfte Kräftigung des Körpers. Durch gezielte Bewegungsabläufe und die Freude an der (tänzerischen) Bewegung an sich, ist NIA hervorragend zum Abbau von Stress geeignet und findet besonders bei Frauen Anklang.

Progressive Muskelentspannung

Die Progressive Muskelentspannung oder auch Progressive Muskelrelaxation stammt aus den 1920er Jahren. Der US-amerikanische Arzt Edmund Jacobson hatte festgestellt, dass sich psychische Belastungen und schmerzhafte Muskelverspannungen gegenseitig verstärkten. Im Umkehrschluss konnte er nachweisen, dass eine systematische Entkrampfung der Muskeln auch zur Linderung psychischer Anspannung führen konnte. In der Praxis bedeutet dies, dass durch die kräftige Anspannung einzelner Muskelgruppen und die darauf folgende Entspannung derselben, die gesamte Muskulatur des Körpers Schritt für Schritt gelockert und mentaler Stress reduziert wird. Darüber hinaus erlernen die Patienten mit der Progressiven Muskelentspannung auch, Verspannungen schon beim Entstehen wahrzunehmen und ihnen frühzeitig gegenzusteuern.



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