Mit der buddhistischen Lehre Alltagsstress und Sorgen meistern

Zahlreiche Menschen leiden unter chronischem Stress. Oftmals wird dieser unterschätzt, weil er so allgegenwärtig und normal geworden ist. Viele haben das Gefühl, permanent unter Druck zu stehen und nicht mehr zur Ruhe zu kommen. Burnout droht. Die einen suchen Ausgleich im Sport, andere in Familie und Partnerschaft. Manche allerdings gehen auch einen eher spirituellen Weg. Weil viele, insbesondere junge Menschen mit den Traditionen unserer Kirche nichts mehr anfangen können, wenden sie sich anderen Lehren zu.

Eine beliebte spirituelle Lehre bietet der Buddhismus. Dabei geht es nicht darum, einer Gottheit Gehorsam zu leisten, denn der Buddhismus ist weniger Religion als vielmehr Lebensweisheit. Über den Edlen Achtfachen Pfad können Anhänger zu Klarheit und Gelassenheit gelangen. Der Buddhismus setzt sich zwar aus verschiedensten Strömungen und Lehren zusammen, doch die Unterschiede spielen für Laien oftmals keine große Rolle. Der Dachverband Deutsche Buddhistische Union (DBU) schätzt die Anzahl der Buddhisten in Deutschland auf etwa 250.000.

Ein zentrales Element der buddhistischen Lehre ist die Meditation. Dabei geht es darum, das Abdriften in bestimmte Gedanken zu bemerken und mit Gleichmut zu reagieren, sprich, das Gefühl loszulassen. Gefühle kommen und gehen, während sich die Welt nicht ändert. Alles, was man selbst verändern kann, ist die innere Haltung zu Dingen. Das bedeutet, das vordergründige Ziel von Meditation ist nicht Entspannung, sondern vielmehr Erkenntnis und Erleuchtung. Doch wer ein Bewusstsein für die geistigen Vorgängen und die Unveränderbarkeit der Welt entwickelt, wird meist automatisch auch gelassener. Diese Einstellung kommt nicht nur dem Praktizierenden selbst zu Gute, sondern soll sich vor allem auch auf Mitmenschen auswirken: Das Plus an Ausgeglichenheit wird genutzt, um mit Freude, Furchtlosigkeit und Mitgefühl zum Wohle aller zu handeln.

Buddhismus ist in der Regel kein direkter Weg aus dem Burnout, aber eine gute Möglichkeit der Prävention und Therapiebegleitung.

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