Tipps für Angehörige

Angehörige, Freunde und Familienmitglieder bemerken das Burnout-Syndrom meistens eher als der Betroffene selbst. Es ist oft schwierig dies dem Betroffenen klar zu machen.

Die Hilfe wird oft von den Betroffenen abgelehnt, dies ist aber die Folge der Isolation und des Burnout- Syndroms. Die Freunde bzw. Angehörigen fühlen sich oft hilflos und leiden darunter.

Haben Sie Anzeichen eines Burnout-Syndroms bei Ihrem Angehörigen bzw. Partner bemerkt, so gibt es einige Tipps, wie man selbst und der Betroffene besser mit der Krankheit zurecht kommt und diese erleichtern kann:

  • Zwingen Sie Ihren Partner zu nichts. Erwarten Sie nur wenig.
  • Opfern Sie sich nicht nur für Ihren Partner auf. Hören Sie auch auf Ihre Bedürfnisse.
  • Möchte Ihr Partner eigenständig sein, so respektieren Sie dies auch während der Krankheit
  • Achten Sie unbedingt auf sich selbst, um möglichst schnell Erschöpfungssymptome zu erkennen
  • Nehmen Sie ruhig ebenso professionelle Hilfe an
  • Spricht Ihr Partner über das Thema Selbstmord oder vermehrt über den Tod, so sollten Sie das in jedem Fall ernst nehmen und unverzüglich den Arzt aufsuchen
  • Gewinnen Sie Vertrauen zu Ihrem Partner
  • Bestärken Sie den Betroffenen für den Gang zum Arzt und gehen Sie, falls vom Betroffenen gewünscht, mit dorthin
  • Unternehmen Sie viel gemeinsam
  • Helfen Sie beim Aufbau des Selbstwertgefühls

Für den Angehörigen ist so eine Situation ein Gefühlschaos. Neben Überforderung, Erschöpfung, Hilflosigkeit, Stress, Mitleid, Ungeduld, Angst, Unmut und Liebe, kann auch Hass und Aggression auftreten. Der Betroffene lässt oft keinen an sich heran. Dieser Wechsel aus Distanz und Nähe zu dem Betroffenen fördert in der Regel neue Auseinandersetzungen.

Aber geben Sie die Hoffnung nicht auf. Auch für Angehörige gibt es eine Menge an Hilfe und Seminare, wo der richtige Umgang mit dem Betroffenen gelehrt wird.