Burnout – eine Erkrankung der Reichen?

Burnout kann jeden treffen, Depressionen ebenso! Doch stimmt das auch wirklich? Während Burnout einst als Manager-Krankheit galt, weiß man heute, dass auch Schüler, Studenten, Hausfrauen oder sogar Rentner ausbrennen können. Doch wie sieht es im Verhältnis aus? Wer erkrankt vorwiegend an Burnout und wer an Depressionen?

Das Robert-Koch-Instituts (RKI) hat die Krankheitshäufigkeit von psychischen Leiden in Deutschland untersucht und darunter auch Analysen zu den Häufigkeiten des Burnout-Syndroms erstellt. Im Rahmen einer aktuellen Studie zeigte sich ein interessantes Ergebnis: Während Menschen mit einem hohen Einkommen vermehrt am Burnout-Syndrom leiden, erkranken Geringverdiener übermäßig häufig an Depressionen. Im Detail zeichnete sich folgendes Szenario ab: 14 Prozent der Teilnehmer mit einem geringen Haushaltseinkommen waren vordergründig depressiv, während Personen mit einem hohen sozioökonomischem Status dies nur in 4,6 Prozent der Fälle waren. Mit 5,8 Prozent litten die Reichen zumeist an einem Burnout-Syndrom. Personen mit einem geringen Einkommen waren hingegen lediglich in 2,6 Prozent der Fälle ausgebrannt.

Insgesamt zeigte die Studie, dass psychische Leiden stark zugenommen haben. Am höchsten fiel die Krankheitshäufigkeit bei den 18- bis 35-Jährigen aus. Frauen leiden dabei am häufigsten unter Phobien, Angststörungen und Depressionen litten, während Männer vor allem von Suchterkrankungen betroffen sind. Etwa 30 Prozent der Betroffenen gaben an, sich aufgrund ihrer psychischen Krankheit in ärztliche oder therapeutische Hände zu begeben. Die meisten beginnen allerdings erst Jahre nach Ausbruch des Leidens eine ambulante oder stationäre Therapie. Grundsätzlich verhält es sich jedoch so, dass psychische Erkrankungen stets möglichst rasch behandelt werden sollten. So können die besten Erfolge erzielt werden.

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