Burnout im Urlaub – Wenn die Ferien zur Psychofalle werden

Wer viel das ganze Jahr über viel leistet, muss auch mal Urlaub/Ferien machen. Vermutlich jeder, der im Alltag stark eingespannt ist, wünscht sich eine kleine Flucht – am besten in ein fernes Land, wo er noch etwas entdecken kann und wo ihn nichts an die Firma erinnert.

Doch Burnout-Betroffenen nutzt häufig auch ein Urlaub nichts. Im Gegenteil: Hier bricht das Burnout-Syndrom manchmal erst so richtig aus. Fernab der Arbeitswelt fällt das stützende Korsett aus Telefonklingeln, Kollegenanfragen, Kundenterminen, Meetings und E-Mail-Flut plötzlich weg. Die Urlauber stürzen seelisch ins Leere. Ausschlafen, gemütlich brunchen und nachmittags am Pool liegen wird zum Ding der Unmöglichkeit. Unruhe macht sich breit. Das gewohnte Schema lässt sich nicht einfach unterbrechen.

Wenn die Ferien zur Psychofalle werden

Burnout im Urlaub – Wenn die Ferien zur Psychofalle werden

Ein Sport- oder Abenteuerurlaub halten einige in dieser Situation für genau das Richtige: Bergwandern oder Klettern zum Beispiel. Morgens steile Serpentinen hinauf, mittags konzentrierter Kraxelgang am Klettersteig, nachmittags Slakline-Training vor der Berghütte, abends Knotenkunde und Sicherungstraining. Nur nicht zu viele Pausen, und auch körperlich immer schön ans Limit gehen – das scheint das Rezept gegen innere Leere, Erschöpfung und Anspannung zu sein. Nicht selten kommt es auf diese Weise dann im Urlaub zum endgültigen Zusammenbruch.



Urlaub heißt allerdings nicht umsonst „Erholungsurlaub“. Es geht darum, das Tempo herunterzuschrauben, sich selbst wieder zu spüren und neue Kräfte zu tanken. Doch vielen Burnout-Patienten ist das Gefühl für den eigenen gesunden Rhythmus längst verloren gegangen. Sie übertragen den Arbeitsrhythmus automatisch auf die Freizeit und streben auch dort mit Perfektions- und Zeitdruck nach bestimmten Zielen. Vor allem Menschen zwischen 30 und 50 Jahren, die im Job sehr leistungsbezogen sind, behalten im Urlaub gern die gleichen Verhaltensmuster bei. Diese können nicht selten erst mit professioneller Hilfe durchbrochen werden.

Tipp: Lassen Sie Ihr Smartphone mal ein Tag (24 Stunden!) ausgeschaltet und Sie werden staunen welche entschleunigende Wirkung das hat! Posten Sie Ihre Erfahrungen hier in unserer Burnout-Community!

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