Burnout-Syndrom als Lustkiller

Wenn einem der Arbeitsstress über den Kopf wächst oder sogar zum Burnout führt, bleibt häufig auch in privaten Lebensbereichen keinerlei Freude mehr. Unter anderen macht sich ein beginnendes Burnout-Syndrom vielfach durch eine Flaute im Bett bemerkbar. Diese Lustlosigkeit kann zu einem Beziehungsproblem werden, das Männer und Frauen gleichermaßen betrifft. Stress sorgt für die Ausschüttung von Stresshormonen wie Adrenalin und Cortisol. Diese erhöhen Pulsfrequenz und Blutdruck, wodurch Muskeln und Gehirn besonders gut durchblutet werden. Im Gegenzug reduziert der Körper die Verdauungstätigkeiten und die Aktivität der Fortpflanzungsorgane.

Schätzungen zufolge leiden zwei Drittel aller Paare irgendwann unter sexuellen Appetenzstörungen, die nicht selten durch Arbeitsstress und Burnout ausgelöst werden. Eine aktuelle Befragung des britischen Lifestyle-Magazins Grazia enthüllte gar Erschreckendes: Mehr als 50 Prozent der Leserinnen gaben an, dass Arbeitsstress für sie ein Lustkiller sein kann. Jede dritte Befragte fühlt sich nach der Arbeit schlichtweg zu müde für Sex. Zugleich leiden viele der Umfrage-Teilnehmerinnen zusätzlich an Schlaflosigkeit – weil sie auch in der Nacht über die Arbeit grübeln. Die Hälfte der befragten Frauen denkt sogar über eine Schwangerschaft nach, da sie in der Babypause eine Fluchtmöglichkeit aus der stressigen Arbeitswelt sehen. Dass Kinder jedoch ebenfalls eine lebenslange Aufgabe sind und viel Verantwortung und Arbeit bedeuten, scheint für die Leserinnen dabei ein wenig aus dem Fokus zu rücken.

Viele Paare benötigen professionelle Hilfe, weil sie so sehr unter Stress leiden, dass sie sich weder sexuell noch emotional noch auf ihren Partner einlassen können. Hilfe bieten neben Sexualberatungsstellen Psychologen und Psychotherapeuten, die sich auf Paartherapien spezialisiert haben.

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