Burnout Ursachen

Das Burnout-Syndrom ist durch einen Zustand massiver körperlicher und emotionaler Erschöpfung gekennzeichnet, der nach einer Lebensphase anhaltender Überlastung eintritt. Meist können sich die Betroffenen ohne professionelle Unterstützung nicht mehr ausreichend erholen, um wieder zu ihrer alten Leistungsfähigkeit und Zufriedenheit zurückzukehren. Dieser Artikel fasst zusammen, welche beruflichen, persönlichen und sozialen Faktoren das individuelle Risiko erhöhen, an einem Burnout zu erkranken.

Risikofaktor beruflicher Stress

Beruflicher Stress zählt zu den wichtigsten Ursachen für das Entstehen eines Burnout-Syndroms. Wer mit unerfüllbaren Vorgaben oder ständig wechselnden Erfolgskriterien konfrontiert ist, kann seine Arbeit kaum zufriedenstellend bewältigen. Unklare Ansprüche, große Verantwortung und Zeitdruck führen zu häufigen Misserfolgen und nagen mit der Zeit an Zufriedenheit und Selbstwertgefühl. Viele Burnout-Patienten klagen zudem darüber, nur sehr geringen Einfluss auf ihre Arbeitsumstände nehmen zu können. Oftmals herrschen in ihren Betrieben Angst um den Arbeitsplatz und ein mangelhaftes soziales Miteinander bis hin zu Streit und Mobbing vor. Schichtdienst und unregelmäßige Arbeitszeiten führen darüber hinaus zu eingeschränkter Freizeit, wenig Erholung und reduzierten sozialen Kontakten, beispielsweise zu Freunden und Familie.

Risikofaktor soziales Umfeld

Das Burnout-Syndrom wurde lange Zeit als reine Managerkrankheit betrachtet, deren einzige Ursache beruflicher Stress darstellte. Doch auch belastende Zustände im Privatleben können zur Entstehung eines Burnout-Syndroms beitragen. Besonders problematisch sind Situationen, in denen eine Doppelbelastung aus beruflichem Stress und privaten Problemen, wie beispielsweise Schulden oder einer schweren Krankheit in der Familie, vorliegen, sodass die Betroffenen kaum noch sorgenfreie Zeiten erleben. Personen, die nur wenig Unterstützung durch vertraute Menschen  erfahren, leiden häufig besonders stark unter Einsamkeit und Überforderung. Emotionale Ausnahmesituationen, wie eine Trennung oder ein Todesfall, können schließlich dazu führen, dass eine Spirale der Überlastung in Kraft tritt, die sowohl das Berufs- wie auch das Privatleben massiv beeinträchtigt und in einem Burnout endet.

Risikofaktor Persönlichkeitsmerkmale

Viele Burnout-Betroffene teilen eine Reihe von Persönlichkeitsmerkmalen, die das Ausbrennen eines Menschen begünstigen können. Vor allem sehr ehrgeizige und kritische Personen, denen Erfolg und Ansehen sehr wichtig sind, zählen zur Risikogruppe. Sie sind Perfektionisten und fürchten sich vor dem Versagen. Häufig ist ihr Selbstwertgefühl nur gering ausgeprägt und sie zweifeln stark an ihren eigenen Fähigkeiten. Mit Kränkungen, Enttäuschungen oder Frust können sie nur schlecht umgehen. In der Regel können oder wollen die Betroffenen nicht „Nein“-Sagen oder Aufgaben delegieren. Als besonders problematisch erweist sich in diesem Zusammenhang, dass viele Burnout-Patienten sich ihre Überforderung lange Zeit nicht eingestehen. Sie bitten nicht um Hilfe und vertrauen sich häufig spät anderen Personen an, sodass sie erst in einem fortgeschrittenen Stadium des Burnouts Unterstützung erhalten.

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