„Fear of missing out“: Wie Social Networking Burnout begünstigen kann

Soziale Medien sind heutzutage ein fester Bestandteil unseres Alltags. Via E-Mail, Facebook oder Twitter stehen wir mit Freunden, Familie, Kollegen und Geschäftspartnern kontinuierlich in Kontakt. Eine Erhebung der Website MyLife.com hat nun ergeben, dass 56 Prozent aller Nutzen sozialer Medien unter dem „Fear of missing out“-Syndrom (FOMO)  leiden – der krankhaften Angst, etwas zu verpassen oder nicht up to date zu sein. Betroffen sind vor allem Menschen mit mehreren E-Mail- und Benutzer-Konten. Die Details der Erhebung sprechen für sich:  27 Prozent geben an, unmittelbar nach dem Aufstehen ihr Profil abzurufen, 51 Prozent nutzen ihre Accounts häufiger als noch vor zwei Jahren, 26 Prozent wären sogar bereit, auf eine Gewohnheit wie das Rauchen zu verzichten, um weiterhin Zugang zu sozialen Netzwerken haben zu können.

FOMO entsteht laut Psychologen durch ein Überangebot an Reizen, durch das Bewusstsein von unzähligen Alternativen, etwas zu erleben, zu sein oder zu haben. Das Internet fungiert in diesem Zusammenhang wie ein Brandbeschleuniger. Ein mögliches Symptom ist beispielsweise das Vernachlässigen echter sozialer Kontakte. FOMO-Betroffene zerbrechen sich den Kopf darüber, was sie verpassen könnten, anstatt sich mit Freunden zu treffen oder etwas zu unternehmen. Sämtliche Entscheidungen werden durch potenziell bessere, moderne oder nützlichere Alternativen infrage gestellt. Dauerhaft führt dies zu einer enormen Anspannung und Unzufriedenheit. Großer Druck entsteht auch durch den Vergleich mit anderen: Bin ich genauso gut informiert, genauso gebildet, belesen oder sportlich wie die anderen? FOMO kann in diesem Zusammenhang auch ein Aspekt von Burnout sein.

Um FOMO durch Social Networking vorzubeugen, ist es wichtig, auch mal „offline“ zu sein, den Moment zu genießen und sich nicht darum zu kümmern, was Facebook-Freunde gerade so tun.

Rate this post

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert