Medikamente gegen Burnout

Glücklicherweise leben wir in einer Zeit, in der gegen sehr viele Erkrankungen wirksame Medikamente zur Verfügung stehen. Auch depressive Patienten profitieren oftmals von einer maßgeschneiderten Medikation. Bei Vorliegen eines Burnout-Syndroms sind Psychopharmaka jedoch oftmals machtlos.

Medikamente gegen Burnout

Medikamente gegen Burnout

Medikamente gegen Burnout – Fotolia © Gina Sanders

Burnout und Depression sind nicht dasselbe

Ein Burnout ist ein chronischer Erschöpfungszustand, der nach anhaltender, häufig berufsbedingter  Überlastung eintritt. Die persönliche Motivation und die Leistungsfähigkeit sind dabei massiv eingeschränkt. Es treten oftmals eine heftige Abneigung der Arbeit und dem Arbeitgeber gegenüber auf. Bei einem fortgeschrittenen Burnout kommt schließlich die Unfähigkeit, sich zu erholen, hinzu.



Auch wenn einer Depression in manchen Fällen ebenfalls belastende Erfahrungen vorausgehen, muss dies nicht immer der Fall sein. Im Gegensatz zum Burnout-Syndrom kann die Depression  auch ansonsten ausgeglichene Menschen treffen. Darüber hinaus kann die Erkrankung unter Umständen sogar erblich bedingt sein. Ein Burnout kann allerdings im schlimmsten Fall in eine Depression übergehen, aus der der Betroffene allein keinen Ausweg mehr finden kann. Die Grenzen zwischen einer Depression und einem Burnout-Syndrom sind daher nicht immer trennscharf.

Medikamente helfen kaum gegen das Burnout-Syndrom

Einen depressiven Menschen bringen Medikamente oftmals sehr weiter. Da das biochemische Gleichgewicht seines Gehirns gestört ist, helfen bestimmte Substanze dabei, den Patienten wieder zu stabilisieren. Besonders sogenannte Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI), die die Konzentration des Glückshormons Serotonin im Gehirn erhöhen, werden häufig erfolgreich verschrieben.

Die Ursachen einer chronischen Überlastung wie sie im Falle des Burnout vorliegt können Medikamente jedoch nicht beseitigen. Daher gelten für Burnout-Patient andere Spielregeln. Sie müssen sich zuallererst eingestehen, dass das Leben gerade in eine Sackgasse geraten ist, aus der nur veränderte Gewohnheiten und Lebensumstände wieder herausführen. Wer prinzipiell anderen Menschen Probleme und Pflichten abnimmt, den Kollegen ständig Arbeit erspart und niemals ein klares Nein über die Lippe bringt, kann auch mit Medikamenten nicht wieder ins Gleichgewicht kommen. Welchen Rat kann man also einem Burnout-Betroffenen geben? Lernen Sie zu delegieren, nicht nur am Arbeitsplatz, sondern auch zu Hause und im Freundeskreis. Sorgen Sie dafür, dass auch Sie selbst fürsorglich behandelt werden. Und wenn sich beispielsweise die Situation am Arbeitsplatz nicht bessert, müssen Sie eventuell über einen Jobwechsel nachdenken. Da diese Veränderungen nicht leicht umzusetzen sind, sollten Burnout-Betroffene sich selbst professionelle Hilfe gönnen, um ihre Lebensqualität möglichst bald wieder zu verbessern.

Tipp: Fragen zum Thema Medikamente? 

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