Neujahrs-Projekt 2015: Das „Erfolgsmomente-Einmachglas“ – Das Selbstwertgefühl mit schönen Erinnerungen stärken

Viele Burnout-Patienten leiden unter einem sehr geringen Selbstwertgefühl, denn mit  fortschreitendem Ausbrennen erleben sie mehr und mehr Misserfolge. Häufig können sie den eigenen Ansprüchen und den Anforderungen, die ihr Umfeld an sie stellt, nur noch wenig bis gar nicht mehr gerecht werden. Die Folge können Versagensängste, Selbstzweifel und Depressionen sein. Auf dem Weg aus dem Burnout heraus, ist es daher wichtig, das eigene Selbstwertgefühl wieder zu festigen. Zum Jahreswechsel stellen wir Ihnen daher ein Projekt vor, das auf das ganze kommende Jahr ausgerichtet ist und mit sehr einfachen Mitteln umgesetzt werden kann: Das Erfolgsmomente-Einmachglas




Was ist Selbstwert?

Unter Selbstwert oder auch Selbstwertgefühl versteht man in der Psychologie die Art und Weise, wie Menschen über sich selbst denken und ihre eigene Person bewerten. Das Selbstwertgefühl setzt sich dabei aus der Gesamtheit der Beurteilungen der eigenen Handlungen, Fähigkeiten, des Äußeren, der Erinnerungen usw. zusammen.

Menschen mit einem guten Selbstwertgefühl betrachten sich mit Wertschätzung. Sie trauen sich beispielsweise gute Leistungen zu und vertrauen darauf, Probleme lösen zu können. Sie erkennen ihre Stärken und guten Eigenschaften und halten sich selbst für wert, geliebt und respektiert zu werden.

Was bewirkt ein geringes Selbstwertgefühl?

Ein geringes Selbstwertgefühl führt hingegen zu destruktiven Gedanken. Solche Menschen reden sich beispielsweise ein, ihre Fähigkeiten seien minderwertig, ihre Erfolge nur Zufallstreffer und sie seien hässlich oder nicht liebenswert. Dabei kann ein geringes Selbstwertgefühl wie eine selbsterfüllende Prophezeiung wirken: Wer sich nichts zutraut und wenig von sich hält, boykottiert sich selbst und verhindert schöne Erlebnisse. So lernt man zum Beispiel nie nette Menschen kennen, weil man automatisch davon ausgeht, dass man für dumm, langweilig etc. gehalten wird, und den Kontakt zu anderen lieber meidet. Folglich können auch keine neuen Freundschaften geschlossen werden.

Menschen mit einem geringen Selbstwertgefühl müssen also trainieren, ihre positiven Seiten und ihre Erfolge bewusster wahrzunehmen, um daraus Selbstvertrauen zu gewinnen. Das Erfolgsmomente-Einmachglas kann Ihnen dabei helfen, Ihre Selbstwahrnehmung kontinuierlich zu trainieren.

Wie funktioniert dieses Projekt?
Ihre Erfolge und schönen Erlebnisse zu „konservieren“, ist wirklich einfach. Alles, was sie brauchen, sind ein großes Glas und ausreichend Notizzettel für das Jahr. Natürlich können Sie auch eine schöne Schachtel, eine Dose oder ähnliches nutzen. Stellen Sie das Glas gut sichtbar auf, denn Sie wollen ja, dass Ihnen Ihr Vorhaben das ganze Jahr vor Augen bleibt.

Was Sie nun in den kommenden 52 Wochen tun müssen, ist regelmäßig Ihre Erfolgserlebnisse auf den Zetteln zu notieren und in das Glas zu werfen. Im ersten Moment mag sich dieses Vorgehen banal anhören. Doch Menschen mit starken Selbstwertproblemen fällt es oftmals enorm schwer, eigene gute Leistungen und Charaktermerkmale anzuerkennen. Was könnten Sie also aufschreiben? Hier einige Anregungen:

  • Das Gericht, dass Sie heute gekocht haben, hat der ganzen Familie geschmeckt.
  • Sie haben nach einiger Überwindung einen unangenehmen Telefonanruf hinter sich gebracht.
  • Als einziger Fahrgast haben Sie im Bus dem älteren Herren einen Sitzplatz angeboten.
  • In Ihrer neuen roten Bluse sehen Sie einfach toll aus.
  • Bei der Arbeit waren Sie mit Ihrer Aufgabe schon zwei Tage vor Abgabetermin fertig.
  • Sie haben ein schönes Kompliment bekommen.
  • Sie können wirklich gut zuhören und Ratschläge geben, wenn Freunde Kummer haben.

Ein Jahr voller toller Momente

Durchhalten lohnt sich, auch wenn es sich anfangs vielleicht merkwürdig anfühlt, sich selbst still und heimlich auf kleinen Zettelchen zu loben. Denn mit jeder Notiz wächst Ihre Sammlung an Erfolgen, Komplimenten, tollen Eigenschaften und Situationen, in denen Sie sich gut gefühlt haben. Wie häufig Sie etwas „konservieren“ ist Ihnen natürlich selbst überlassen. Empfehlenswert ist es aber, sich mindestens ein Mal pro Woche Gedanken zu machen, was Sie geleistet haben. Schließlich wollen Sie Ihre Wahrnehmung trainieren. In zwölf Monaten dürfen Sie dann das Glas leeren und Ihr erfolgreiches Jahr Revue passieren lassen. Guten Rutsch!

Rate this post

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert