Was hat eine Erschöpfungsdepression mit Burn-Out zu tun?

Das Burn-Out-Syndrom ist der Begriff für ausgebrannt, erschöpft und verbittert. Vermutlich ist sein der Vorgänger des Syndroms eine Erschöpfungsdepression, die zwar nicht komplett identisch mit Burn-Out ist, aber sich mit vielem vergleichen lässt, was die Symptomatik, Ursachen und Folgen betrifft. Diese beiden Begriffe stellen die Reaktion auf Belastung ohne Entlastung oder auf psychosozialen Stress dar. Schon seit vielen Jahrzehnten werden Menschen von den Symptomen zermürbt, geprägt und häufig sogar zerstört.

Erschöpfungsdepression

Erschöpfungsdepression? – Fotolia © Photographee.eu

Burn-Out-Syndrom und Erschöpfungsdepression

Das Burn-Out-Syndrom bezeichnet einen Zustand von körperlicher und psychischer Erschöpfung. Es kann oft so gut wie gar nicht von einer Depression unterschieden werden. Häufig fällt dann auch der Begriff Erschöpfungsdepression in diesem Zusammenhang. Doch anders als bei einer Depression, bei der viele Ursachen in Frage kommen, kann das Burn-Out-Syndrom eindeutig durch einen anstrengenden Beruf oder eine zermürbende Aufgabe in der Familie hervorgerufen werden, zum Beispiel die intensive Pflege von Angehörigen. Hält das Burn-Out-Syndrom lange an, kann daraus auch eine Depression entstehen. Es entwickelt sich stufenweise und meist sehr langsam bis das Gefühl des Ausbrennens sich breit macht. Vor dem Burnout steht meistens ein sehr starkes Engagement für den Beruf oder andere Aufgaben. Am Ende kommt es dann zur totalen Erschöpfung. Beschwerden, die sich zunächst nur auf die Arbeit oder die Aufgabe beziehen, können sich zunehmend auf das komplette Leben ausweiten. Wenn Sie zu einem Burn-Out oder zu einer Erschöpfungsdepression neigen, hegen Sie vermutlich auch zu hohe Ansprüche an die eigene Person und versuchen vielleicht ein zu schwach ausgeprägtes Selbstbewusstsein durch dieses Überengagement zu stärken. Das führt letztendlich zur kompletten Verausgabung und Enttäuschung, eine Erschöpfungsdepression ist das Ergebnis. Hohe Anstrengungen, niedrige Löhne bei gleichzeitig großer Verantwortung und unsicherem Arbeitsplatz können durchaus zu einer Erschöpfungsdepression führen.


Wie können Sie einer Erschöpfungsdepression vorbeugen?

Achten Sie darauf, dass Sie sich gesund ernähren und sich regelmäßig bewegen. Auch ausreichender und erholsamer Schlaf trägt zur Regeneration bei. Halten Sie regelmäßig Pausen ein, um durchzuatmen. Nehmen Sie sich außerdem genügend Zeit für die schönen Dinge des Lebens. Bauen Sie Stress durch Entspannungsübungen ab, zum Beispiel mit Yoga. Relativieren Sie außerdem die häufig zu hohen Erwartungen, die Sie an sich selbst haben. Lösen Sie sich von unerreichbaren Zielen und stecken Sie sich nur Ziele, die Sie mühelos erreichen können. Auch eine Überprüfung Ihrer Werte und Ihrer Motivation kann dazu beitragen, einer Erschöpfungsdepression vorzubeugen. Verbringen Sie viel Zeit mit Ihrer Familie und Ihren Freunden, damit Sie neue Energie tanken können. Geben Sie außerdem verschiedene Aufgaben und Arbeit ab.

Tipp: Haben Sie Fragen zum Thema Burnout? Schreiben Sie uns! Unsere ExpertInnen helfen Ihnen gerne!

5 (100%) 1 vote

Ein Gedanke zu “Was hat eine Erschöpfungsdepression mit Burn-Out zu tun?

  1. Danke für die guten Informationen zur Behandlung von Burnout. Eine Bekannte hatte viel Zeit für sich selbst gebraucht. Erst als sie erkannte, dass nur sie sich selbst helfen kann, kam sie wieder zurück ins Arbeitsleben.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.