Was hilft gegen Schlafstörungen?

Ab wann spricht man von Schlafstörungen? Sechs bis acht Stunden verbringt ein gesunder Mensch durchschnittlich im Bett. Doch rund ein Drittel aller Erwachsenen kennt Phasen, in denen sie nur schlecht ein- und durchschlafen können. Bis zu einem gewissen Maß gilt, dass unser Körper sich den Schlaf holt, den er braucht. Das heißt, dass wir früher oder später einfach einschlafen müssen. Leider schließt dies aber nicht aus, dass ein Mensch dauerhaft zu wenig Schlaf bekommt. Welche Folgen anhaltender Schlafmangel haben kann und was man gegen Schlafstörungen unternehmen kann, erläutert dieser Artikel.

Was hilft gegen Schlafstörungen?

Was hilft gegen Schlafstörungen?

Was hilft gegen Schlafstörungen? – Fotolia © Grigorita Ko

Was ist Schlaf?

Schlaf ist ein körperlicher Ruhezustand von Mensch und Tier. Dabei werden verschiedene Körperfunktionen wie Puls und Atmung verlangsamt sowie die Gehirnfunktionen im Gegensatz zum wachen Zustand verändert. Die genauen Funktionen des Schlafes konnten bis heute nicht eindeutig geklärt werden. Die Forschung geht jedoch davon aus, dass der Schlaf zur Regeneration von Körper und Psyche dient. Experimente deuten beispielsweise darauf hin, dass Schlafmangel das Immunsystem beeinträchtigt. Darüber hinaus gilt das Träumen als Zeitraum, in dem unser Gehirn Ordnung schafft: Erinnerungen werden archiviert, Gelerntes sicher abspeichert und emotionale Erlebnisse verarbeitet.

Welche Folgen hat Schlafmangel?

Mediziner betrachten es als erwiesen, dass dauerhafter Schlafmangel krank machen kann. Durch die Übermüdung wird der Körper unter Stress gesetzt. Dabei werden Hormone ausgeschüttet, die unter anderem für den Zuckerstoffwechsel des Körpers zuständig sind. Schlafstörungen können daher das Risiko für Übergewicht und Diabetes erhöhen. Außerdem konnte nachgewiesen werden, dass chronische Schlafstörungen das Herz-Kreislauf-System stören und eventuell die Wahrscheinlichkeit eines Herzinfarkts erhöhen. Darüber hinaus bedeutet ständige Müdigkeit für die Betroffenen vor allem eine deutliche Einschränkung in der Leistungsfähigkeit, die weiteren Stress durch soziale oder berufliche Schwierigkeiten mit sich bringt.

Was hilft gegen Schlafstörungen durch Burnout, Stress und Sorgen?





Schlafstörungen können viele verschiedene Auslöser haben, doch Sorgen und Kummer zählen zu den häufigsten Ursachen. So kennt fast jeder von uns die Redewendung „etwas raubt mir den Schlaf“. Folgende Tipps geben daher Anregungen, wie Sie abends etwas besser abschalten können:

  • Regelmäßiger Schlafrhythmus: Ein regelmäßiger Schlafrhythmus wirkt sich positiv auf das Ein- und Durchschlafen aus. Wer immer zur selben Zeit ins Bett geht, erhöht daher die Chancen auf eine ungestörte Nachtruhe.
  • Tagebuch schreiben: Vielen Menschen hilft es, sich abends noch ihre Gedanken von der Seele zu schreiben.    Einige Zeilen im Tagebuch festzuhalten, kann dabei helfen, mit den Sorgen des Tages abzuschließen und Ruhe zu finden.
  • To-Do-Listen für Gestresste: Für alle, die sehr viel um die Ohren haben, bietet sich eine kleine Liste mit Aufgaben für  den nächsten Tag an. Schreiben Sie alle wichtigen Punkte auf, die Sie abends beschäftigen. So können Sie mit dem guten Gefühl ins Bett gehen, dass Sie am Morgen nichts Wichtiges vergessen werden.
  • Persönliche Rituale: Nicht nur Kindern hilft ein fester Ablauf am Abend, zur Ruhe zu kommen. Auch Erwachsenen tut es gut, sich mit wiederkehrenden Tätigkeiten auf die Nacht vorzubereiten. Wie diese Rituale aussehen, kann sehr individuell sein. Die einen verbringen die Zeit vor dem Schlafen mit dem Partner auf dem Sofa, andere lesen ein Buch oder gehen noch eine kurze Runde an der frischen Luft spazieren.
  • Dunkelheit: Dunkelheit ist ein entscheidender Faktor für einen ruhigen Schlaf, da diese die Ausschüttung des Schlafhormons Melatonin bewirkt. Sie sollten sich deshalb ein dunkles Rollo anschaffen, wenn es im Sommer noch hell ist oder Sie eine Straßenlaterne vor dem Fenster haben.

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